"Bedrängte Existenz"

Überlebende Roma des NS-Terrors in der Ukraine

Die Ausstellung der Stiftung EVZ zeigt ukrainische Roma, die die Besetzung ihrer Heimat durch deutsche und rumänische Truppen erlebten und sahen, wie Menschen an Hunger, Krankheit und Entkräftung starben oder Opfer von Gewalt und Vertreibung wurden. Traumata ihrer Kindheit und lebenslange Ausgrenzung aufgrund ihrer ethnischen Zugehörigkeit haben sie geprägt. In der 2012 von der Fotografin Birgit Meixner gefertigten Porträtserie berichteten die Betroffenen von ihrem Leben: von einer Ausbildung weitab der Heimat, vom Aufbau einer bescheidenen Existenz oder von ihrer Familiengründung.

Die meisten der ukrainischen Roma leben gegenwärtig am Rand der Gesellschaft und haben kaum Zugang zu Bildung, Gesundheitsversorgung und staatlichen Unterstützungsleistungen. Ihre Existenz ist von Armut und Arbeitslosigkeit sowie von der Verdrängung in die Elendsviertel bestimmt. Von den Folgen dieser Marginalisierung sind die einstigen Opfer des Nationalsozialismus bis heute betroffen. Ihr Schicksal ist einerseits von der erlittenen Not und Verfolgung im Zweiten Weltkrieg geprägt, andererseits von den Entbehrungen und der Vereinsamung in der Gegenwart.

Die Ausstellung verleiht diesen oftmals vergessenen Menschen eine Stimme und zeigt, wie wichtig das Engagement der Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft für die in Mittel- und Osteuropa lebenden Roma ist.


Öffnungszeiten:

Montag bis Donnerstag: 09:00 bis 16:00 Uhr
Freitag: 09:00 bis 14:00 Uhr


Zusätzliche Termine:

Samstags, 10:00 bis 16:00 Uhr


Sofern Sie mit einer Gruppe eine Führung durch die Ausstellung wünschen, rufen Sie bitte eine Woche vorher bei uns an.


Der Eintritt ist frei!


Im Rahmen der Ausstellung findet am 9. Dezember (18:00 Uhr) ein Vortrag von Prof. Dr. Klaus-Michael Bogdal statt.

Martynenko. Marija Nikolaevna. Zolotonosha, Ukraine

15. Oktober 2015
bis
16. Dezember 2015

Politische Akademie
Europaallee 18
66113 Saarbrücken

Ausstellung

Dr. Verena Paul
Telefon: 0681 - 906 26 - 24