Benin

Eine Ausstellung der Entwicklungsförderung Benin e.V. vom 7. April bis 25. Mai 2018 in der Politischen Akademie

Das im Westen Afrikas gelegene Land Benin gehört mit rund zehn Millionen Einwohnern zu den kleinen Ländern Afrikas und gilt gegenwärtig als „stabile Demokratie“. Doch Benin hat mit vielfältigen Problemen zu kämpfen. So verfügt es weder über nennenswerte Bodenschätze, noch über eine gut funktionierende Infrastruktur – und dies im Vergleich zu anderen afrikanischen Staaten. Hinzu kommen die hohe Analphabetenrate sowie das hohe Seuchenrisiko. Die stetig wachsende Armut der Bevölkerung Benins konnte bis dato, trotz großer Anstrengungen seitens der Regierung, nicht wirkungsvoll bekämpft werden.

Sicher, es liegt vieles auf dem gesamten afrikanischen Kontinent im Argen, Korruption ist immer noch weit verbreitet und stellt ein Hemmnis auch für Hilfsorganisationen wie Entwicklungsförderung Benin e.V. dar, mit dem gemeinsam die Stiftung Demokratie Saarland diese Ausstellung zeigt. Um Lösungen für die drängenden Probleme zu finden, sollten wir daher mehr über Benin und seine Einwohner erfahren. Ein Weg der Annäherung führt dabei über die Kunst. Insofern ist diese Fotoausstellung, die durch skulpturale Werke aus der Sammlung Reinhard Klimmts ergänzt wird, nicht nur für Kunstfreunde und Liebhaber eines atemberaubend schönen Landes interessant, sondern auch für diejenigen, die das Land in seiner Vielfalt kennenlernen und die Menschen verstehen möchten.

Die Fotografien, die den Alltag der Menschen ins Zentrum rücken, aber auch die plastischen Werke aus Benin, bilden die Basis für das Begreifen und Einfühlen in eine den Europäern fremd erscheinende Kultur, der leider allzu oft mit Überheblichkeit begegnet wird.

Afrikanische Kunst, so Reinhard Klimmt, sei "nur insofern naiv, als sie mit allergrößter Selbstverständlichkeit die ästhetischen Überlegungen dem rituellen, dem magischen Zweck unterordnet und dabei Werke – bei Gott nicht alle – von höchster Qualität zustande bringt, die sich in der Kühnheit der Konzeption, in der Genauigkeit der Ausführung, bei der Zeit und Raum keine Rolle mehr zu spielen scheinen, manifestieren."

 

Die Ausstellungseröffnung ist am Freitag, den 6. April, um 18:00 Uhr.

 

Hinweis: Im Rahmen der Ausstellung findet am 23. April der Vortrag "Skandal in Togo: Ein Kapitel deutscher Kolonialherrschaft" von Prof. Dr. Rebekka Habermas statt.

 

Ansprechpartnerin:

Dr. Verena Paul
Email vp@sdsaar.de