Exkursion zur Gedenkstätte „KZ Hinzert“

Die Fahrten können von allen interessierten Gruppen gebucht werden, insbesondere möchten wir mit ihnen jedoch Schulklassen ansprechen.

Die Gedenkstätte besteht aus einem Ehrenfriedhof mit Mahnmal, der Sühnekapelle, den „Stätten der Unmenschlichkeit“ und dem 2005 eröffneten „Dokumentations- und Begegnungshaus“ mit einer Dauerausstellung.

Hinzert war, obwohl es im Laufe seines Bestehens eine Reihe von Außenlager und –kommandos hatte, ein vergleichsweise kleines Konzentrationslager. Aber das bedeutete nicht, dass die Inhaftierten hier besser behandelt wurden als in großen KZ‘s wie Dachau oder Buchenwald – im Gegenteil: Die Lebensumstände in Hinzert waren so erbärmlich (Misshandlungen durch die SS-Wachmannschaft, völlig unzureichende Ernährung, äußerst harte Arbeit, desolate hygienische Zustände u.a.), dass vor allem ältere, kränkliche und schwache Häftlinge keine Chance hatten, das Lager zu überleben – „Hinzert war die Pforte zur Hölle“ (Pierre Pixius, damaliger Vorsitzender der Amicale des Anciens de Hinzert / Luxemburg, bei Eröffnung des Dokumentationshauses 2005).

Insgesamt waren in Hinzert über 10.000 Männer aus 20 europäischen Staaten inhaftiert. 321 Todesfälle sind nachgewiesen, die tatsächliche Zahl dürfte bedeutend höher liegen.

Während der Hinfahrt wird der Besuch inhaltlich vorbereitet, in der Gedenkstätte selbst führen pädagogisch geschulte Mitarbeiter durch das Gelände und die Dauerausstellung und reflektieren anschließend das Gesehene mit den Teilnehmern.