Exkursion zum ehemaligen Konzentrationslager Natzweiler

Während der Anreise wird erarbeitet, wie ausgehend von der Außerkraftsetzung der Menschen- und Bürgerrechte und der Verfolgung politischer Gegner (und der Schaffung erster, improvisierter KZs) die Gewalt des NS-Regimes gesteigert wurde über den Terror gegen vom Ideal der „Volksgemeinschaft“ Abweichende (und den Ausbau der Lagerwelt und der SS) bis hin zum völkermörderischen Krieg und dem Bau von Vernichtungslagern.

Untersucht wird, wie die der Homogenisierung und Mobilisierung der Gesellschaft dienende Gewalt nach innen mit der nach außen gerichteten, erobernden, versklavenden, völkermörderischen Gewalt des auf die „Volksgemeinschaft“ gestützten „totalen Kriegs“ zusammenhing. Während der Besichtigung wird die Geschichte des Lagers in diesen Zusammenhang gestellt. Mit dem Schicksal der Häftlinge beschäftigen sich die Teilnehmer selbst, indem sie Berichte von Überlebenden lesen und Häftlingszeichnungen und historische Abbildungen und Quellentexte interpretieren. Zur Charakterisierung der Täter werden geschichtswissenschaftliche Darstellungen herangezogen.

Schließlich werden an den Orten dieser Untaten und mithilfe von Quellenbelegen die im KZ Natzweiler vorgenommenen medizinischen Menschenversuche thematisiert.