Exkursion zu den Schlachtfeldern von Verdun

Während der Anreise wird mithilfe eines eigens hierzu zusammengestellten Films und einer Unterrichtsmappe der Charakter des Ersten Weltkrieges erarbeitet. Es war der erste mit den Mitteln der hochindustrialisierten Gesellschaft geführte Krieg. Die Möglichkeiten des modernen bürokratischen Staates und neuer Medien wurden zur Mobilisierung der gesamten Nation genutzt und die Trennung von Militär und Zivilbevölkerung wurden aufgehoben. Es war der erste totale Krieg.

Auf dem Schlachtfeld und bei der Besichtigung von Fort Douaumont werden die Spuren entziffert, die der Stellungskrieg und die Materialschlacht hinterlassen haben. Der Besuch des neugestalteten Museums von Fleury und die Unterrichtsmappe lassen sowohl von den Schrecken der Schlacht als auch von dem elenden Leben in den Stellungen und Gräben ein Bild entstehen.

Die ideologische Vorgeschichte im Zeitalter des Imperialismus, die Entstehung eines darwinistischen Nationalismus, und der Weg in den Zweiten Weltkrieg werden abschließend auf der Rückfahrt behandelt. Im Mittelpunkt stehen Hitlers Radikalisierung der „Dolchstoß“-Legende zu extremstem Antisemitismus und seine Absicht, durch die völkermörderische Kolonisierung Osteuropas doch noch die Weltmacht zu erringen.

Bei der Fahrt nach Verdun sind die Eintrittspreise vor Ort von den Lehrern bzw. den Verantwortlichen der Gruppe selbst zu zahlen:

Für Gruppen mit mindestens 20 Personen:

  • Im Fort Douaumont: 1 € pro Schüler; 3 € pro Erwachsener 
  • Im Museum: 4 € pro Schüler, 8 € pro Erwachsener 

Für Gruppen unter 20 Personen:

  • Im Fort Douaumont: 2 € pro Schüler; 4 € pro Erwachsener
  • Im Museum: 7 € pro Schüler, 11 € pro Erwachsener