Abgesagt: Chancengerechtigkeit in Zeiten von Flucht und Migration

Seit vielen Jahren ist es ein wichtiges Ziel in der politischen Arbeit, auf lokaler Ebene, national und international, die Chancengerechtigkeit der Geschlechter in allen Lebensbereichen zu verbessern. Hierzu wurden über die Jahre unterschiedliche Strategien entwickelt.Heute - in Zeiten von Flucht und Migration- stellt sich die Frage neu: Wie können wir es schaffen, dass unsere geschlechtersensible Herangehensweise an politische Entscheidungen und gesellschaftliche Prozesse erhalten bleibt oder vielleicht sogar verbessert wird. Dieses Spannungsfeld zeigt sich heute schon häufig in der ehrenamtlichen Arbeit mit Flüchtlingen unterschiedlicher Kulturen. Da das Geschlecht in einer Gesellschaft nicht nur ein individuelles Personenmerkmal ist, ergeben sich für Frauen und Männer unterschiedliche Rollen und Positionen, die mit bestimmten Erwartungen, Normen und Werten verbunden sind. Frau oder Mann zu sein ist, vielleicht mehr denn je, ein entscheidendes Merkmal dafür, welchen Platz wir in der Gesellschaft einnehmen dürfen und welche Lebensbedingungen wir erwarten können. Auf dieser Basis soll der Blick für die Komplexität der Unterschied-lichkeit der Geschlechterzuweisungen und -erwartungen in unserer zunehmend von Migration geprägten Gesellschaft geschärft werden.Ziel des Seminars ist es sowohl Fakten zu vermitteln, als auch die eigenen Erfahrungen, Haltungen und Befürchtungen einem Realitätscheck zu unterziehen und erfolgversprechende Strategien für die Zukunft zu entwickeln. Diese Strategien braucht es auf allen Ebenen: in der Politik, im Beruf, im privaten Umfeld und nicht zuletzt auch im Ehrenamt.


Inhalte:

  • Bestehende politische Konzepte zur Verbesserung der Chancengerechtigkeit der Geschlechter kennen und reflektieren.
  • Veränderungsnotwendigkeiten und Veränderungspotenziale erkennen und  kennen lernen.
  • Eigene Einstellungen, Erfahrungen und Ziele (kritisch) hinterfragen.
  • Den eigenen Standpunkt zu diesem Thema finden und ihn in der politischen Arbeit und/oder im Ehrenamt vertreten können.

Referentin:

Mechthild Bresser-Kleinbauer (M.A.)

Studium der Erziehungswissenschaften, Sozialpsychologie und der Informations-wissenschaften in Saarbrücken. Seit 1994 in der Erwachsenenbildung als Coach, Trainerin und Projektleiterin tätig. Seit 1999 arbeitet Sie mit Marion Bredebusch zusammen. Ihre Themenschwerpunkte sind u.A. Geschlechtergerechtigkeit, die Vereinbarkeit von Beruf und Familie und die gleichberechtigte Teilhabe an “neuen Technologien” für alle Menschen. Durch ihre Weiterbildungen in systemischer Arbeit und der Gesellschaft CH-Q, Schweizerisches Qualifikationsprogramm zur Berufslaufbahn (nachhaltiges Kompetenzmanagement), hat sie einen ressourcenorientierten Blick auf Menschen und Systeme.

29. April 2017
09:00 Uhr bis
17:00 Uhr

Politische Akademie der SDS
Europaallee 18
66113 Saarbrücken

Seminar

Elena Steinmetz
Telefon: 0681 - 906 26 - 11