Die Volksabstimmung 1935 an der Saar

Nach der politischen Trennung des Saargebiets von Deutschland durch die Regelungen des Versailler Vertrags, sollte die Saarbevölkerung 1935 über ihre politische Zukunft in einer Volksabstimmung entscheiden. Alles sah nach einem fast einhelligen Votum für die Rückkehr der Saar zu Deutschland aus, bis 1933 die NS-Regierung einen Terrorstaat in Deutschland aufbaute. Zwischen Anfang 1933 und dem Abstimmungstermin im Januar 1935 fand ein hoch emotionaler, teils gewaltsamer Abstimmungskampf an der Saar statt zwischen den Kräften, die auf jeden Fall, unabhängig von der aktuellen politischen Situation zu Deutschland zurück wollten und der sich selbst so bezeichnenden "Freiheitsfront", die eine Rückkehr zu Hitlerdeutschland ablehnte. Dieser Abstimmungskampf hat die politische Kultur im Saarland über Jahrzehnte mitgeprägt. Hintergründe, Verlauf und Folgen des Abstimmungskampfes 1933-35 werden im Seminar behandelt.

 

 

ReferentIn:

Joachim Heinz

* Joachim Heinz:Jgeb. 1952. Studium: Jura, Geschichts- und Politikwissenschaft. Angestellt im Ministerium für Umwelt des Saarlandes. Seit Ende der 1970er Jahre in der Erwachsenenbildung verschiedener Organisationen tätig (Friedrich-Ebert-Stiftung, Einzelgewerkschaften im Saarland, Arbeitskammer des Saarlandes) Zahlreiche Veröffentlichungen zur Geschichte der Arbeiterbewegung und zur Saargeschichte.

24. Januar 2015
09:00 Uhr bis
17:00 Uhr

AWO Sozialakademie
Eifelstr. 35
66113 Saarbrücken

Seminar

Monika Petry
Telefon: 0681 - 906 26 - 13