Flucht und Asyl: Fakten gegen Vorurteile

„Wir müssen den massenhaften Missbrauch des Asylrechts eindämmen“ ist kein Zitat von PEGIDA sondern eine Äußerung eines führenden deutschen Politikers. Während an einem Tag der rechte Rand angeheizt wird, werden am nächsten Tag Anschläge auf Asylbewerberheime verurteilt. Diese Doppelmoral zeigt sich auch in der Betroffenheitsrhetorik europäischer Politiker, wenn auf Lampedusa mal wieder große und kleine Särge betrauert werden.

Europa schwankt zwischen Solidarität und Abschottung bzw. Abschreckung. So viel Solidarität wie nötig und so viel Abschottung wie möglich. Die kürzlich errichteten Grenzzäune sind traurige Zeugnisse eines Europas, das sich eigentlich seit dem Schengen-Abkommen Personenfreizügigkeit auf die Fahne schreibt. Zum jetzigen Zeitpunkt (09/2015) sind wir in Europa weit davon entfernt, einen gemeinsamen Weg in der Flüchtlingsfrage zu gehen. Wir stehen in Deutschland und Europa vor einer gesellschaftlichen Zerreißprobe.

 

Inhalte:

  • Fluchtursachen und Fluchtwege
  • Europäische Flüchtlingspolitik: Von 1945 bis heute
  • Dublin III vs. Free-Choice-Modell
  • Situation Asylsuchender in Deutschland und im Saarland
  • Fakten gegen Vorurteile
  • Möglichkeiten des lokalen Engagements

 

 

Referent:

Nils Pendl

Als Bildungsreferent betreut Nils Pendl beim DRK LV-Saarland einen Internationalen Jugendfreiwilligendienst nach Frankreich. Zuvor arbeitete er bei einem Bildungsdienstleister für interkulturelles Training in dessen Rahmen er u.a. eine Ausbildung zum interkulturellen Trainer absolvierte. 2012 hat er seinen Magister in interkultureller Kommunikation an der Universität des Saarlandes abgeschlossen. Seine Kernthemen sind seither interkulturelle Kommunikation sowie Flucht und Asyl, zu denen er insbesondere mit Studenten, seinen FSJ‘lern und auch mit Schülern arbeitet.

21. Mai 2016
09:00 Uhr bis
17:00 Uhr

Politische Akademie
Europaallee 18
66113 Saarbrücken

Seminar

Dr. Verena Paul
Telefon: 0681 - 906 26 - 24