Iran – atomare Regionalmacht mit demokratischen Defiziten

Irans Weg in die Moderne zwischen Fata Morgana und Wirklichkeit

Mit zwei Revolutionen (1905/06 und 1979) haben Iraner im 20. Jahrhundert versucht, ihren Platz in der modernen Welt zu finden. Aber auch 26 Jahre nach der zweiten Revolution sind sie nicht am Ziel. Immerhin gibt es – trotz anhaltender politischer Unterdrückung von Seiten eines Teils der konservativen religiösen Kräfte – kaum ein Tabu mehr in der öffentlichen Diskussion über den wünschbaren Platz Irans in der Welt des 21. Jahrhunderts. Wie wird sich dieser Widerspruch im Innern auflösen? Und welchen Weg kann die Außenpolitik dieses Landes nehmen, wenn die Atompolitik Teherans – in der eigenen Wahrnehmung ein legitimes Element einer „modernen Wirtschafts- und Technologiepolitik“ – von außen als Bedrohung des internationalen Systems wahrgenommen wird?

ReferentIn:

Prof. Dr. Udo Steinbach

Prof. Dr. Udo Steinbach

Prof. Dr. Udo Steinbach,

geboren am 30.05.1943 in Pethau/Zittau, 1954 Übersiedlung in die Bundesrepublik Deutschland. Von 1965-1970 Studium der Islamkunde und Klassischen Philologie an den Universitäten Freiburg i.Br. und Basel, 1970 Promotion zum Dr. phil.. Von 1971-1975 Leiter des Nahostreferats bei der Stiftung Wissenschaft und Politik in Ebenhausen/ Isar, und 1975 Leiter der türkischen Redaktion der Deutschen Welle. Seit 1976 Direktor des Deutschen Orient-Instituts, Hamburg, und Herausgeber von „Orient“ (Deutsche Zeitschrift für Politik und Wirtschaft des Orients). Langjähriger Vorsitzender der Deutschen Arbeitsgemeinschaft Vorderer Orient für gegenwartsbezogene Forschung und Dokumentation (DAVO). Berater- und Gutachtertätigkeit für zahlreiche öffentliche und private Einrichtungen.

13. November 2006
18:00 Uhr

Haus der Stiftung Demokratie Saarland

Seminar

Villa Lessing