Rechtsextremismus in Deutschland

Rechtsextremen Parteien ist es bisher nicht gelungen, Abgeordnete in den Bundstag wählen zu lassen. Auch wenn es ihnen gelegentlich gelingt, in einzelne Landtage einzuziehen, insbesondere in den neuen Ländern, stellen sie keine akute Gefahr für die Demokratie dar. Gleichwohl muss man sich mit ihnen auseinandersetzen, denn sie finden in bestimmten Jugendmilieus Anklang und sie sind an Schulen aktiv (auch im Saarland). Vor allem werden rechtsextreme Einstellungen, die unter bestimmten Bedingungen mobilisiert werden können, durch die gegenwärtig nur schwachen rechtsextremen Parteien nicht in vollem Umfang wiedergegeben. Es ist also nach wie vor nötig, sich mit dem Rechtsextremismus auseinanderzusetzen.

 

Das Seminar wird die verschiedenen rechtsextremen Parteien, die es in der Bundesrepublik bisher gegeben hat, unter die Lupe nehmen, ihre Geschichte skizzieren, ihre Ideologie analysieren und der Frage nachgehen, von welchen Wählergruppen und aus welchen Motiven sie gewählt werden. Schließlich soll das Problem diskutiert werden, in welchen Formen die Auseinandersetzung erfolgen  soll, ob es ausreicht, sie auf der politisch-argumentativen Ebene zu führen,  oder ob ein Verbot dieser Parteien angestrebt werden soll.

 

 

 

ReferentIn:

Prof. Dr. Adolf Kimmel

Prof. Dr. Adolf Kimmel: Studium der Geschichte und der Politikwissenschaft an den Universitäten Würzburg, FU Berlin und Paris (Sorbonne und Institut d’Etudes Politiques)

 

1967 Promotion für Neuere Geschichte an der FU Berlin

1970 bis 1978 Assistent und Assistenzprofessor am Historischen Institut der Universität des Saarlandes

1979 Habilitation für Politikwissenschaft an der Universität des Saarlandes Vertretungsprofessuren für das Fach Politikwissenschaft an den Universitäten Bochum, München und Würzburg

Professor für Politikwissenschaft an der Universität Würzburg und Trier

seit 1.4.2004 im Ruhestand

04. April 2009
09:00 Uhr bis
17:00 Uhr

Eppelborner Hof
Rathausstr. 1-3
Eppelborn

Seminar

Villa Lessing