Rechtsextremismus: Soziale Hintergründe und Psychologie des Rechtsextemismus

Seminar fällt aus!!!!

In Krisenzeiten wächst die Anhängerschaft von rechtsextremistischen Parteien und Organisationen. Verbreitete Krisenerscheinungen wie Arbeitslosigkeit, Wohnungsnot und fehlende Lebensperspektiven reichen jedoch nicht aus, um die Einstellungen und Verhaltensweisen von Angehörigen rechtsextremistischer Gruppierungen zu erklären. Diese haben sich bei ihren Angehörigen in einem langen individuellen und sozialen Entwicklungsprozess herausgebildet, der mitverantwortlich ist für die Entscheidungen vieler Jugendlicher, mit ihnen zu sympathisieren oder gar dazu zu gehören. In den letzten Jahren sind ausreichende Erfahrungen und zuverlässige Studien zur Erörterung dieser Fragestellung entstanden, die als Grundlage des Seminars verwendet werden. Im Seminar werden folgende Fragestellungen im Mittelpunkt stehen: Wie sind destruktive Vorstellungen und die Gewaltbereitschaft rechtsextremer Gruppen aus einer psychologischen Perspektive zu verstehen? Weshalb spielen Wünsche nach Ausgrenzung von Ausländern und anderer Minderheiten so eine bedeutende Rolle im Denken und Handeln von Rechtsextremisten? Aus welchen Motivationen heraus bieten rechtextremistische Organisationen ihren Mitgliedern und Sympathisanten einen schützenden und stützenden Raum ? Welcher Beitrag zur »inneren« Stabilität ihrer Angehörigen bietet die Naziideologie oder Teilaspekte von ihr? Welche weiteren ideologischen Botschaften sollen die Angehörigkeit zu diesen Organisationen untermauern? Welche Bedeutung haben Rituale und massenpsychologische Prozesse in rechtextremistischen Organisationen bei der Verstärkung der Gruppenkohäsion ihrer Anhänger? Nach einem einleitenden Referat soll das Seminar die Gelegenheit bieten, diese Fragen in kleinen Gruppen zu vertiefen.

 

Anmeldung erforderlich!

ReferentIn:

Dr. Fernando Espinoza, Soziologe

Espinoza, Dr. Fernando

Abitur in Dezember 1969 am Liceo San Pio X in Talca, Chile. Universitätsausbildung:

 

1970–1973 Fakultät für Sozialarbeit der Katholischen Universität

 

von Santiago, Chile. 1974–1978 Magisterstudium am Institut für

 

Soziologie der Universität Münster. 1979–1983 Promotion am Institut für

 

Soziologie der Universität Münster. 1993–1997 Weiterbildung als Gruppenanalytiker

 

am Institut für Gruppenanalyse in Heidelberg.

13. November 2010
09:00 Uhr bis
16:30 Uhr

AWO Sozialakademie
Eifelstr. 35
Saarbrücken

Seminar

Karoline Ripplinger
Telefon: 0681 - 906 26 - 19