Taiwan - das demokratische China nach den Präsidentschaftswahlen 2016

Taiwan (offiziell: die „Republik China“) fristet in der internationalen und deutschen Wahrnehmung in der Regel ein Schattendasein. Durch den Druck des übermächtigen Nachbarn China international weitgehend isoliert, als Beispiel eines gelungenen chinesischen Demokratisierungsweges anerkannt und als Herkunftsland führender Elektronikkonzerne bekannt, sorgt die kleine Inselrepublik alle vier Jahre für internationales Aufsehen: in diesem Turnus finden auf Taiwan Präsidentschaftswahlen statt, deren Ausgang stets dazu angetan ist, in den Beziehungen zu China neue Spannungen hervorzurufen und damit für Unruhe in den internationalen Beziehungen in Ostasien zu sorgen. Dieses Tagesseminar wird die Ergebnisse der Präsidentschaftswahl vom 16. Januar 2016 in einen weiteren Kontext einordnen und einen Ausblick auf die zukünftige Entwicklung Taiwans sowie der Beziehungen über die Taiwan-Straße geben.

 

Inhalte:

  • Die Ursprünge der Teilung Chinas
  • Die politische, ökonomische und gesellschaftliche Entwicklung Taiwans im Überblick
  • Die Parteien Taiwans und der Wahlkampf 2015/16
  • Die Bewertung des Wahlausgangs und die Zukunft der China-Taiwan-Beziehungen

 

 

 

Referent:

Dr. Dirk Schmidt

 

Dr. Dirk Schmidt, geb. 1968, Studium der Politikwissenschaft, neueren Geschichte, Englischen Philologie und chinesischen Sprache an der Universität in Saarbrücken, Newcastle upon Tyne und Taiwan; 1995 bis 1999 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Politikwissenschaft/Arbeitsstelle für Politik Chinas und Ostasiens; seit Oktober 2013 Vertreter der Professur für Regierungslehre/Politik und Wirtschaft Chinas. Arbeitsschwerpunkte: Politische Ökonomie und Wirtschaftspolitik, Politik und Wirtschaft in China/Ostasien, Außenpolitik Chinas, Taiwan.

27. Februar 2016
09:00 Uhr bis
16:30 Uhr

Politische Akademie
Europaallee 18
66113 Saarbrücken

Seminar

Monika Petry
Telefon: 0681 - 906 26 - 13