Über Aggression, Gewalt und Konfliktbewältigung im sozialen Umfeld

Meldungen über Gewalt und Aggression sorgen jeden Tag für Schlagzeilen in den Medien und hinterlassen bei den Bürgern ein Gefühl der Hilflosigkeit. Es entsteht schnell der Eindruck, dass dagegen kaum etwas zu unternehmen ist. Dabei vergisst man, dass alle größeren Konflikte im sozialen Umfeld, die später in Aggression und Gewalt entarten, zunächst einmal überschaubare Krisenherde waren, die mit gezielten Interventionen in der Schule, im Stadtteil, in sozialen Einrichtungen, im Elternhaus oder wo sie auch entstanden sind, hätten bewältigt werden können.
Es herrscht die Vorstellung, dass Anzeichen von Unruhen oder offensichtliche Alltagskonflikte im sozialen Umfeld grundsätzlich zu vermeiden sind. Es wird dabei nicht erkannt, dass diese Anzeichen oft nichts anderes als berechtigte Fragestellungen von Menschen und Gruppen darstellen, die eine Lösung  bzw.
eine neue Antwort suchen.
Sich mit den Phänomenen Aggression, Gewalt und Konfliktbewältigung im Alltag zu beschäftigen, bedeutet auch, einen aktiven Beitrag zur Gestaltung des gesellschaftlichen Lebens und Weiterentwicklung der zivilen Gesellschaft zu leisten.

Das Seminar wird eingeführt mit einem Vortrag über Erklärungsmodelle von Gewalt und Aggression aus psychologischer, pädagogischer und sozialpolitischer Sicht. 
Das Seminar will aber auch die von den Teilnehmern mitgebrachten konkreten Fragestellungen im Programm integrieren. Es besteht die Möglichkeit konkrete Konfliktsituationen und -fälle aus dem sozialen Umfeld der Teilnehmer einzubringen. Diese werden gemeinsam nach ihren verschiedenen Teilaspekten analysiert, mit dem Ziel gemeinsam Lösungsansätze zu finden.

 

Beginn: Freitags, 15:00 Uhr

 

Methoden:

Vortrag, Arbeit in Gruppen und Filmmaterial.

 

 

Fr. von 15:00 bis 18:00 Uhr - Sa. von 9:00 bis 16:30 Uhr - Die kostenlose Unterbringung erfolgt in Doppelzimmern. Wenn Sie ein EZ bevorzugen, muss der Zuschlag(18 €) vorort selbst gezahlt werden. EZ-Wünsche bitte rechtzeitig bekannt geben!

ReferentIn:

Dr. Fernando Espinoza, Soziologe und Gruppenanalytiker

* Espinoza, Dr. Fernando: Abitur im Dezember 1969 am Liceo San Pio X in Talca, Chile. Universitätsausbildung: 1970 - 1973 : Fakultät für Sozialarbeit der Katholischen Universität von Santiago, Chile. 1974 - 1978 : Magisterstudium am Institut für Soziologie der Universität Münster. 1979 - 1983 : Promotion am Institut für Soziologie der Universität Münster 1993 - 1997: Weiterbildung als Gruppenanalytiker am Institut für Gruppenanalyse in Heidelberg.

18. Juni 2010
15:00 Uhr
bis
19. Juni 2010
16:30 Uhr

Eppelborner Hof
Eppelborn

Seminar

Karoline Ripplinger
Telefon: 0681 - 906 26 - 19