Sprache als Machtinstrument

Sprache begleitet uns von Geburt an. Sie vermittelt uns Sicherheit, sie gibt uns Halt und sie stiftet Identität. Aber sie ist von altersher auch immer Machtinstrument. Das gilt für die Rolle der Geschlechter zueinander ebenso wie im Verhältnis Herrschende und Beherrschte. Unabhängig vom politischen System, denn auch in Demokratien gibt es eine Sprache der Herrschenden und es wird ein täglicher Kampf über die Deutungshoheit geführt. Mit Worten und mit Sprache.
Wer die Deutungshoheit für sich in Anspruch nehmen kann, ist im politischen Diskurs auf der Siegerstraße – und kann Macht ausüben.
Das Seminar geht der Bedeutung von Sprache in unserer Gesellschaft und der Vermittlung von Inhalten und Emotionen über die Sprache auf den Grund. Ist es tatsächlich so „normal“ von völkisch als adjektiv von Volk zu sprechen, wie es Frauke Petry als Vorsitzende der AFD im September 2016 behauptete?
Sprache zeigt Wirkung. Tagtäglich. Ein sorgloser Umgang mit ihr macht uns alle zum Spielball derer, die Sprache längst als Instrument der Machterreichung und zur Umsetzung eigener Ziele entdeckt haben.
Der Referent Thomas Schommer ist studierter Politikwissenschaftler, der seit über 20 Jahren als PR-Berater und Texter die Wirkung von Sprache beruflich einsetzt und beobachtet.

 

Inhalte:

  • Was ein großes I oder -innen in unserem Denken verändern kann
  • Sprache beeinflusst unsere Gefühle und unser Denken
  • Sprache als Mittel der Macht in politischen Systemen – ob Diktatur oder Demokratie

 

 

Referent:

Thomas Schommer, M.A.

Nach Abitur Ausbildung zum Bankkaufmann, Studium der Politikwissenschaft, Soziologie und Neuere Geschichte an der Universität des Saarlandes und der University of Wales College of Cardiff, Volontariat in einer PR-Agentur, seit 1996 freiberuflicher PR-Berater und Journalist.

02. September 2017
09:00 Uhr bis
16:30 Uhr

Entrez Gebäude der GIU
Europaallee 20
66113 Saarbrücken

Seminar

Elena Steinmetz
Telefon: 0681 - 906 26 - 11