Archiv (Audio on demand)

Der amerikanische "Supreme Court"

in Geschichte und Gegenwart der USA

Eines der wichtigsten Wahlversprechen von Barack Obama war 2008 die Veränderung der amerikanischen Menschen- und Bürgerrechtspolitik, auch international stießen seine Ankündigungen auf großen Zuspruch. Inzwischen ist Präsident Obama in seiner zweiten Amtszeit, und es gilt, eine Zwischenbilanz zu ziehen. Die fällt auf den ersten Blick sehr gemischt aus: Guantanamo ist nicht geschlossen, das Drohnen-Programm wurde sogar verstärkt und die US-Regierung ist in weitreichende Überwachungsmaßnahmen verstrickt. Andererseits hat Obama die Folter beendet und die Bürgerrechte von Frauen, Einwanderern und anderen Minderheiten verbessert. Nicht zuletzt hat er durch zwei Ernennungen liberaler Richter zum wichtigen Supreme Court der USA eine deutlich andere Prägung des Gerichtes vorgenommen, als es Präsidenten aus den Reihen der Republikaner getan hätten. Der Vortrag will diese widersprüchlichen Einzelbefunde im Zusammenhang betrachten und neben dem Rückblick auch die noch verbleibende Amtszeit Obamas betrachten.
 

In Kooperation mit dem Landesinstitut für Pädagogik und Medien (LPM)

ReferentIn:

Prof. Michael Dreyer

Prof. Michael Dreyer

Prof. Michael Dreyer

studierte Politische Wissenschaft, Geschichte und Volkskunde in Kiel und Lexington, KY. 1986 promovierte er in Kiel über die deutsche Föderalismus-Theorie im 19. Jahrhundert und wurde 2002 in Jena mit einer Arbeit über „Hugo Preuß (1860-1925). Biographie eines Demokraten" habilitiert. Zwischenzeitlich war er Stipendiat der Deutschen Forschungsgemeinschaft, John F. Kennedy Memorial Fellow am Center for European Studies der Harvard University in Cambridge, Mass., und Wissenschaftlicher Assistent am Institut für Politikwissenschaft der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Seit seiner Habilitation war Dreyer zunächst Wissenschaftlicher Assistent am Institut für Politikwissenschaft der Friedrich-Schiller-Universität Jena, von 2002 bis 2005 DAAD-Professor an der Northwestern University in Evanston, IL, (Political Science and German) und wurde zum Wintersemester 2005/06 auf den Lehrstuhl für Politische Theorie und Ideengeschichte an der FSU Jena berufen. Seine wissenschaftlichen Schwerpunkte sind: Ideengeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts (Deutschland, USA), Verfassungsordnung, politische Theorie und internationale Wirkung der Weimarer Republik, Politisches System der USA (v.a. Supreme Court), Minderheiten und Politische Theorie, Föderalismus und Theorie der Revolution.

14. Oktober 2013
18:00 Uhr

Haus der Stiftung Demokratie Saarland

Vortrag

Carmen Oschmann
Telefon: 0681 - 906 26 - 21

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