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Der demographische Wandel und die Anforderungen an eine moderne Sozialpolitik

Der demographische Wandel zeigt sich nicht nur darin, dass unsere Gesellschaft insgesamt „älter“ und „bunter“ wird, sondern auch darin, dass sich Lebens- und Erwerbsverläufe von Frauen und Männern zunehmend von den Normvorstellungen unseres Systems sozialer Sicherung entfernen. Zwar kann die Mehrheit der heutigen Erwerbstätigen immer noch auf stabile Erwerbsverläufe blicken. Die nachrückenden Kohorten auf dem Arbeitsmarkt tragen jedoch ein deutlich gestiegenes Risiko, mit befristeten Beschäftigungsverhältnissen, Jobunsicherheit und Arbeitslosigkeit konfrontiert zu werden. Auch Kindererziehungs- und Pflegetätigkeiten, Weiterbildung oder Phasen geringer Belastbarkeit werfen Fragen nach der sozialen Absicherung diskontinuierlicher Erwerbsverläufe auf. Der Vortrag beschäftigt sich mit wichtigen Veränderungstendenzen und diskutiert Vorschläge zur Weiterentwicklung der sozialen Sicherung im Kontext des demographischen Wandels. Im Mittelpunkt steht dabei die Herausforderung, Sozialpolitik aus der Perspektive des Lebensverlaufs neu zu gestalten.

ReferentIn:

Prof. Dr. Ute Klammer

Prof. Dr. Ute Klammer

Prof. Dr. Ute Klammer

geboren 1963. Erststudium der Germanistik, Philosophie und Pädagogik sowie Zweitstudium der Wirtschaftswissenschaften. 1995 Promotion in VWL. Von 1991 bis 1996 Mitarbeiterin in diversen Forschungsprojekten in Frankfurt/M, Bremen und Mannheim, von 1997 bis 2004 Lehrbeauftragte für Sozialpolitik an den Universitäten Köln und Frankfurt/M sowie an der Universität-Gesamthochschule Essen. Von 1996 bis 2004 zudem Referatsleiterin für Sozialpolitik am Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Institut in der Hans-Böckler-Stiftung. 2004 Fellow am Hanse-Wissenschaftskolleg Delmenhorst. Von 2004 bis 2007 Professorin für Sozialpolitik an der Hochschule Niederrhein, Mönchengladbach, und seit 2007 Professorin für polit. Wissenschaft, insbes. Sozialpolitik, an der Universität Duisburg-Essen.

 

Trägerin des Matthöfer-Wissenschaftspreises 1997

 

Mitgliedschaften (Auswahl): Vorstand der „Gesellschaft für Sozialen Fortschritt“, Wissenschaftl. Beraterkreis des AWO – Bundesvorstands, Kuratorium des Forschungsinstituts ISS, EISS (European Institute of Social Security), SASE (Society for the Advancement of Socio-Economics). Beratungstätigkeiten für den Europarat, für diverse deutsche Ministerien und Gewerkschaften. Mitherausgeberin der Zeitschrift „Sozialer Fortschritt“.

 

Langjährige Arbeit im pädagogischen Bereich (Schulen, Jugendarbeit, Universität, gewerkschaftliche Bildungsarbeit) in Deutschland, Frank­reich und den USA.

02. Juni 2008
18:00 Uhr

Haus der Stiftung Demokratie Saarland

Vortrag

Carmen Oschmann
Telefon: 0681 - 906 26 - 21

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