Archiv (Audio on demand)

Der Erste Weltkrieg und sein Einfluss auf die aktuelle internationale Ordnung und die gegenwärtige deutsche Sicherheitspolitik

Vortrag im Rahmen der Ausstellung "Feldrabbiner in den deutschen Streitkräften des Ersten Weltkrieges"

Am 28. Juli 1914 begann mit der Kriegserklärung Österreich-Ungarns an Serbien der Erste Weltkrieg. Was damals rapide von einer europäischen Katastrophe zum Weltkrieg wurde brachte Erfahrungen und Schrecken mit sich, die noch kein Krieg in der Menschheitsgeschichte bis dahin hervorgebracht hatte. Der „Weltenbrand“ selbst dauerte mehr als vier Jahre, seine Folgen aber sind bis heute spürbar.

Der Erste Weltkrieg ist weit davon entfern, ein rein „historisches“ Ereignis zu sein. Für die aktuelle internationale Ordnung, unser Politikverständnis – innen wie außen – und die Idee einer Europäischen Union ist er prägend. Das „europäische Friedensprojekt“ wäre ohne die Berücksichtigung der Erfahrung der Weltkriege, der „Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts“ nicht erfassbar.

Für eine intensive Auseinandersetzung mit heute aktuellen Herausforderungen der Sicherheitspolitik, vom Giftgaseinsatz in Syrien bis zum Umgang mit „Aufständischen“ in Afghanistan, ist ein Blickwinkel hilfreich, der den Einfluss der Weltkriege auf die internationale Ordnung mit einbezieht. Hierbei ist allerdings von entscheidender Bedeutung, dass der Erste Weltkrieg in seinen direkten Folgen in Deutschland und im kurzsichtigen Umgang der Siegermächte mit einem besiegten Deutschland den Weg in den Zweiten Weltkrieg ebnete.

Das Ziel dieses Vortrages ist also eine Betrachtung aktueller Herausforderungen und Ziele deutscher Sicherheitspolitik im Lichte der prägenden Erfahrungen des Ersten Weltkrieges.

ReferentIn:

Moritz Brake

Moritz Brake

ist Kapitänleutnant, Diplom-Ingenieur für Nautik und Jugendoffizier der Bundeswehr im Saarland. Er lebt mit seiner Familie in Köln und Saarbrücken. Nach verschiedenen Seefahrten und Auslandseinsätzen für die Bundeswehr, unter Anderem vor der Küste des Libanons und am Horn von Afrika, ist er nun im Bereich der politischen Bildung als Referent für Sicherheits- und Verteidigungspolitik in der Öffentlichkeit tätig. Neben dieser Aufgabe befasst er sich privat als Fernstudent mit „War Studies“ am King’s College in London.

14. Juli 2014
18:00 Uhr

Haus der Stiftung Demokratie Saarland

Vortrag

Saskia Guthörl
Telefon: 0681 - 906 26 - 22

 Anhören