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Krieg denken?

Reflexionen über Kriegstheorien

Der Konflikt in der Ukraine verunsichert die deutsche Öffentlichkeit zutiefst. Zur Erklärung der Konfliktsituation werden historische Analogien als Erklärungsmuster bemüht. Aber die Geschichte eignet sich nur selten als 'Lehrmeisterin', falsche Analogieschlüsse erweisen sich bei näherer Betrachtung eher als riskant. Gleichwohl gilt es, dem Phänomen 'Krieg' ins Auge zu blicken. Wer den Frieden will, kann über den Krieg nicht schweigen. Der Krieg aber ist ein "wahres Chamäleon" (Clausewitz), das "seine Natur" permanent ändert und schwer zu entschlüsseln ist. Daher lohnt die Reflexion der Klassiker des kriegstheoretischen Denkens von der Antike bis zur Gegenwart. Sie halten Kriterien und Maßstäbe zur Einschätzung aktueller Entwicklungstrends und Konfliktsituationen bereit.

ReferentIn:

Dr. Jens Hildebrandt

ist Referent der Bildungsbürgermeisterin der Stadt Mannheim. Promotion zum Thema Gewerkschaften im geteilten Deutschland. Wissenschaftliche Schwerpunkte: Geschichte der Arbeiterbewegung, Deutschlandpolitik und Internationale Beziehungen. Arbeitsschwerpunkte: Kommunalpolitik, Bildungspolitik, Integrationspolitik. Letzte Veröffentlichung: Krieg. Reflexionen von Thukydides bis Enzensberger, hrsg. mit David Wachter, Röhrig Universitätsverlag 2014.

29. Oktober 2014
18:00 Uhr

Haus der Stiftung Demokratie Saarland

Vortrag

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