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Leistungsprinzip oder Familientraditon?

Zum Umgang mit der Vermögensvererbung

Jedes Jahr wird in Deutschland Vermögen im Wert von ca. 100 Mrd. Euro vererbt. Einige wenige erben sehr große Vermögen, die Hälfte der Bevölkerung erbt überhaupt nicht. Erbschaften sind ein mühelos erlangter Vermögenszuwachs. Wie verhalten sich Erbschaften zum Leistungsprinzip, das unsere Gesellschaft hochhält? Wie soll unsere Gesellschaft mit der Vermögensvererbung umgehen?
Die Regulierung der Vermögensvererbung ist seit dem 19. Jahrhundert ein politisch umstrittenes Thema. In dem Vortrag wird der Referent wesentliche Konfliktlinien der Kontroverse beleuchten und versuchen, eine Antwort auf die Frage zu finden, weshalb die Vermögensvererbung und die Besteuerung von Erbschaften so umstritten sind.

ReferentIn:

Prof. Dr. Jens Beckert

Prof. Dr. Jens Beckert

Prof. Dr. Jens Beckert

geb. 1967, ist Direktor am Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung in Köln. Er studierte Soziologie und Betriebswirtschaftslehre in Berlin, New York und Princeton. Promotion und Habilitation in Soziologie an der Freien Universität Berlin (1996 und 2003). Vor seiner Berufung an das Max-Planck-Institut war Beckert Professor in Bremen und in Göttingen. Gastaufenthalte führten ihn zu renommierten amerikanischen und europäischen Universitäten, darunter Harvard und Sciences Po in Paris. Seine Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich der Wirtschaftssoziologie und der Soziologie der Erbschaft.

17. März 2014
18:00 Uhr

Haus der Stiftung Demokratie Saarland

Vortrag

Carmen Oschmann
Telefon: 0681 - 906 26 - 21

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