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Populärkultur, Jugend und Gesellschaftswandel

in Deutschland und Europa nach 1945

Populärkultur (von der Unterhaltungs- und Tanzmusik bis zur Mode) war ein erstrangiger Faktor im gesellschaftlichen Wandel, den die europäischen Gesellschaften in den Jahrzehnten nach dem Zweiten Weltkrieg erlebten. Das hatte wesentlich damit zu tun, dass sie zum Zentrum, zum heiß umstrittenen Symbol und zur eigenständigen Prägekraft einer historisch neuen Jugendkultur wurde, die grundlegend in transnationalen Bezügen stand. Der Vortrag fragt nach den befreienden Folgen dieser Entwicklung für die Autoritätsverhältnisse und die Körperlichkeit, und er fragt nach den ambivalenten Folgen der Internationalisierung unter den Vorzeichen des Kalten Krieges und im Medium einer durchdringenden Konsumorientierung.

im Rahmen der Tagung „Populärkultur transnational“ des Lehrstuhls für Europäische Zeitgeschichte der Universität des Saarlandes

ReferentIn:

Prof. em. Dr. Kaspar Maase

Prof. em. Dr. Kaspar Maase

Prof. em. Dr. Kaspar Maase

geb. 1946, studierte Germanistik, Kunstgeschichte, Soziologie und Kulturwissenschaft in München und Berlin/DDR. 1971 promovierte er an der Humboldt-Universität zu Berlin (HU) und war danach als Verlagslektor, Publizist und Lehrbeauftragter tätig, u.a. am Institut für Marxistische Studien und Forschungen in Frankfurt/M. und am Hamburger Institut für Sozialforschung. 1992 wurde Kaspar Maase im Fach Kulturwissenschaft an der Universität Bremen habilitiert. Von 1995 bis 2011 hatte er Lehrstuhlvertretungen bzw. Gast- und apl.-Professuren am Ludwig-Uhland-Institut für Empirische Kulturwissenschaft der Universität Tübingen, an der Geschichts- und Gesellschaftswissenschaftlichen Fakultät der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt und am Institut für Populäre Kulturen der Universität Zürich; seit Mitte 2011 ist er im Ruhestand.1997-2000 war er darüberhinaus Bearbeiter eines DFG-Projekts am Institut für Europäische Ethnologie der HU und hat derzeit die Leitung von zwei Projekten im Rahmen der DFG-Forschergruppe 1091 „Ästhetik und Praxis populärer Serialität“.2009 erhielt er den Landeslehrpreis Baden-Württemberg.

06. Oktober 2014
18:00 Uhr

Haus der Stiftung Demokratie Saarland

Vortrag

Carmen Oschmann
Telefon: 0681 - 906 26 - 21

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