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Populismus, Identität und Gemeinschaft in Zeiten der Unsicherheit

Die kulturelle Herausforderung für die soziale Demokratie
 
ACHTUNG: wurde wg. der Fußballweltmeisterschaft vorverlegt!

Die globale Unruhe ist das Ergebnis ökonomischer Zwangslagen, ökologischer Katastrophen und politischer Verunsicherung. Das Szenario wirkt bedrohlich: Die Profiteure des „Raubtierkapitalismus“ versuchen, ihre Privilegien zu sichern, die Regierungen wirken ratlos, die Regierten reagieren mit Abwendung oder Empörung. Populistische Parteien blockieren mit radikaler Stimmungspolitik traditionelle demokratische Konsensbildung. Der Unmut der Bevölkerung entlädt sich immer häufiger auf den Straßen, bedrängte Regierungen suchen ihr Heil zunehmend in autoritärer Gewalt, und nationale Egoismen bedrohen das europäische Einigungsprojekt insgesamt. Die liberale Demokratie steht vor ihrer größten Herausforderung: Sie muss ihre Lebensfähigkeit beweisen.

ReferentIn:

Werner A. Perger

Werner A. Perger

Werner A. Perger

geb. 1942 in Wien, promovierter Jurist, ist politischer Journalist und lebt in Berlin. Von 1970 bis 1994 arbeitete er als Korrespondent in Bonn, zunächst für die Wiener Zeitung „Die Presse“ (bis 1979), danach für das „Deutsche Allgemeine Sonntagsblatt“, und den „Stern“(1989/90). Seit 1991 ist er für „Die Zeit“ in unterschiedlichen Funktionen tätig (Korrespondent, Ressortleiter Politik, Stellvertretender Chefredakteur, Reporter und seit 2008 als freier Autor). Er ist Herausgeber mehrerer Bücher, u. a. Richard von Weizsäcker im Gespräch (zusammen mit Gunter Hofmann, 1992), Was wird aus der Demokratie? (mit Thomas Assheuer, 2000), zuletzt Progressive Perspektiven. Europas Sozialdemokratie in Zeiten der Krise (2013).

02. Juni 2014
18:00 Uhr

Haus der Stiftung Demokratie Saarland

Vortrag

Carmen Oschmann
Telefon: 0681 - 906 26 - 21

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