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Steckt die Demokratie in der Krise?

Die kulturelle Herausforderung für die soziale Demokratie

Die Rede von der Krise der Demokratie ist so alt wie diese selbst. Sie wird vor allem von der politischen Theorie, aber auch von publizistischen Medien geprägt, selten jedoch mit systematischen empirischen Analysen überprüft. Erste Analysen zeigen die analytische Unergiebigkeit eines meist nicht klar definierten Demokratie- und Krisenbegriffs. Dennoch steht die Demokratie vor erheblichen Herausforderungen im 21. Jahrhundert. Dies gilt vor allem für Probleme der Partizipation und Repräsentation sowie der Frage: Wer regiert eigentlich in unseren Demokratien? Das Volk, mächtige Lobbies, Zentralbanken oder „die Finanzmärkte“? Die Wahlbeteiligung geht zurück, und insbesondere die unteren Schichten steigen aus der politischen Partizipation aus. Neuere Studien zeigen zudem, dass die Interessen des unteren Drittels der Gesellschaft im Parlament chronisch unterrepräsentiert sind. Welche Therapien gibt es gegen die Malaisen unserer Demokratien? Sind dies Volksabstimmungen, kann es die Zivilgesellschaft richten, oder brauchen wir doch einen stärkeren Staat?

ReferentIn:

Prof. Dr. Wolfgang Merkel

Prof. Dr. Wolfgang Merkel

Prof. Dr. Wolfgang Merkel

geb. 1952, Studium der Politischen Wissenschaft, Geschichte, Sport und Internationale Beziehungen in Heidelberg und Bologna; Lehre und Forschung an den Universitäten Bielefeld, Mainz, Harvard, Madrid und Heidelberg; seit 2004 Direktor der Abteilung Demokratie und Demokratisierung am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB); Professor für Politische Wissenschaft an der Humboldt Universität zu Berlin. Seine Hauptarbeitsgebiete sind: Demokratie- und Transformationsforschung, Parteienforschung, Regierungspolitiken im Vergleich, soziale Gerechtigkeit und Sozialstaatsreform.

30. Juni 2014
18:00 Uhr

Haus der Stiftung Demokratie Saarland

Vortrag

Carmen Oschmann
Telefon: 0681 - 906 26 - 21

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