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Zwischen Sicherheitswahn und Freiheit

Die rasante Beschleunigung innovativer Prozesse, die enorm gestiegenen Mobilitätsanforderungen, die schnelle Entwertung erworbenen Wissens und die Auflösung vieler lebensleitender Institutionen, die Erfahrung der Verwundbarkeit moderner Gesellschaften und das teilweise Versagen tradierter Sicherheitsstrategien – das alles setzt heute immer mehr Menschen unter einen permanenten Stress, dem sie sich nicht mehr gewachsen fühlen. Obwohl sie so gut wie keine Kontrolle über die sie verunsichernden Prozesse haben, fühlen sie sich in unserer hyperindividualistischen Welt ganz allein für ihr Schicksal verantwortlich. Individualisierte Verantwortung bei gleichzeitigem Kontrollverlust führt oft zu Überforderung, zu Angstzuständen, Burnout, Depression. Was können wir angesichts dieser Situation tun?

ReferentIn:

Dr. habil. Johano Strasser

Dr. habil. Johano Strasser

Johano Strasser

geb. 1939 in den Niederlanden. Promotion in Philosophie 1967, Habilitation in Politikwissenschaft an der FU Berlin 1977. Von 1980 - 1988 Redakteur und Mitherausgeber der politisch-literarischen Zeitschrift „L’80“. Seit 1983 freier Schriftsteller, ab 1995 Generalsekretär zunächst des west-deutschen, dann des gesamtdeutschen P.E.N. Seit 2002 Präsident des P.E.N.-Zentrums Deutschland.Johano Strasser veröffentlichte zahlreiche Sachbücher, Romane, Hörspiele, Theaterstücke und Gedichte. Zuletzt: „Canossa. Eine Katharsis“, Hörspiel & Theaterstück, München 2005; „Als wir noch Götter waren im Mai“, Erinnerungen, München/Zürich 2007; „Bossa Nova“, Ein Provinzroman, München/Zürich 2008, „Labile Hanglage“, Gedichte, Frankfurt/M. 2010; „Kolumbus kam nur bis Hannibal“, 14 subversive Geschichten, München 2010; „Die schönste Zeit des Lebens“, Roman, München 2011; „Gesellschaft in Angst. Zwischen Sicherheitswahn und Freiheit“, Gütersloh 2013Preise: Preis des politischen Buches 1983 zusammen mit Klaus Traube für das Buch „Die Zukunft des Fortschritts“; Gerty-Spies-Literaturpreis des Landes Rheinland-Pfalz 2002.

29. September 2014
18:00 Uhr

Haus der Stiftung Demokratie Saarland

Vortrag

Carmen Oschmann
Telefon: 0681 - 906 26 - 21

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