Tagung: "Gefahr von rechts?"

Die Ergebnisse bei den Wahlen zum Abgeordnetenhaus von Berlin sowie zu mehreren Landtagen (zuletzt Saarland, Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen) zeigen die Aktualität und die Bedeutung des Themas Rechtspopulismus und Rechtsextremismus für die Bundesrepublik. Der Blick über die Landesgrenzen steigert die Problematik noch. Und die Wahl von Donald Trump zum Präsidenten der USA zeigt, dass Populismus, der sich um Fakten nicht kümmert, in einer – wie es so schön heißt – der „ältesten Demokratien“ zum Erfolg führen kann. Dies gilt in gleicher Weise für die Erfolge von Marine Le Pen – auch wenn sie gegen Macron verlor: 33% der Wähler stimmten für sie. Die Erfolge der AfD bei den Landtagswahlen und den Wahlen zum Abgeordnetenhaus waren schon keine Überraschung mehr – trotz innerparteilicher Probleme. Allerdings sind die Ergebnisse knapper geworden. Wie die Bundestagswahl ausgeht, bleibt abzuwarten. Unabhängig davon gibt es genug Gründe, sich mit dem Thema zu befassen. Die heutige Veranstaltung beleuchtet drei Themen. Prof. Dr. Hans-Gerd Jaschke beleuchtet die Situation in der Bundesrepublik, Dr. Jörg Ukrow befasst sich mit der Lage in Europa und Werner Kolhoff untersucht das Verhältnis der AfD zu den Medien.

Die Themen:

Prof. Dr. Hans-Gerd Jaschke: Rechtspopulismus/Rechtsextremismus in der Bundesrepublik, Gründe für die Erfolge der AfD, Ausblick auf die Bundestagswahl

Dr. Jörg Ukrow: Rechtspopulistische und rechtsextremistische Bestrebungen in Europa

Werner Kolhoff: AfD und Medien

Dr. Herbert Mandelartz: Moderation

 

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Prof. Dr. Hans-Gerd Jaschke,

geb. 1952. Seit 1996 Professor für Politikwissenschaft an der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin, Fachbereich Polizei und Sicherheitsmanagement. Er war Leiter des Fachbereichs Rechts- und Sozialwissenschaften an der Polizei-Führungsakademie/Deutsche Hochschule der Polizei Münster. Forschungsschwerpunkte sind u.a. Politik der Inneren Sicherheit und politischer Extremismus – insbesondere Rechtsextremismus – sowie Radikalisierungsprävention. Publikationen u.a. „Politischer Extremismus“ (2006), „Bedingungsfaktoren des gesellschaftlichen Zusammenhalts“, Gutachten im Auftrag des Bundesministers des Innern (2010).

 

Werner Kolhoff

ist seit 2006 Chefkorrespondent der Saarbrücker Zeitung und Leiter der Berliner Medien Service, die für insgesamt zwanzig Regionalzeitungen in Deutschland täglich über die Bundespolitik berichtet. Der studierte Publizistikwissenschaftler arbeitete zuvor beim Berliner Tagesspiegel und bei der Berliner Zeitung. Zwei Mal war Werner Kolhoff auf der politischen Seite tätig – 1989 bis 1991 als Sprecher des Berliner Senats unter dem damaligen Regierenden Bürgermeister Walter Momper und 2002 bis 2005 als Koordinator für die aktuelle Pressearbeit im Bundespresseamt.

 

Dr. Jörg Ukrow

ist stellvertretender Direktor der Landesmedienanstalt Saarland. Er war viele Jahre lang als Rundfunkreferent in der Saarländischen Staatskanzlei sowie als Lehrbeauftragter am Europa-Institut, Sektion Rechtswissenschaft tätig. Seit 2011 ist er Landesvorsitzender der Europa-Union Saar sowie seit 2016 geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Instituts für Europäisches Medienrecht (EMR).

 

Moderation: Dr. Herbert Mandelartz

war nach Studium und Promotion zunächst Richter am Verwaltungsgericht in Minden/Westfalen. Nach Stationen im Bundesinnenministerium und im Ministerium des Innern des Saarlandes (1985-1999, von 1996-99 als Staatssekretär) und einer Beratungsgesellschaft war er von 2001-2006 im Presse- und Informationsamt der Bundesregierung zunächst als Abteilungsleiter und ab 2002 als stellvertretender Chef tätig. Bis zum Sommersemester 2015 war er Lehrbeauftragter an der Humboldt-Universität zu Berlin. Zurzeit ist er Redaktionsmitglied der Zeitschrift "vorgänge".

 

 

30. August 2017
15:00 Uhr bis
18:30 Uhr

Politische Akademie der SDS
Europaallee 18
66113 Saarbrücken

Tagung

Dr. Verena Paul
Telefon: 0681 - 906 26 - 24