Automatisierte und autonome Systeme in der Militär- und Waffentechnik

„Krieg ist ein zu ernstes Geschäft, als dass man ihn den Computern überlassen dürfte.“ Viele Bürger würden dieses von Georges Clemenceau inspirierte Zitat unterschreiben. Die Sorge um den Einsatz automatisierter und besonders autonomer Systeme in der Kriegsführung ist groß in Deutschland - größer als in den meisten anderen Ländern. Ist diese Sorge berechtigt? Schlafwandeln wir in eine Welt, in der autonome Waffensysteme gegen Menschen eingesetzt werden und ein globaler Rüstungswettlauf um „Killerroboter“ droht?

In dem Vortrag werden diese und ähnliche Fragen erörtert. Zuhörer bekommen eine Idee davon, wie automatisiert die Kriegsführung bereits ist und in welche Richtung die Entwicklung geht. Kann der Trend zu immer größerer Automatisierung bis hin zur Autonomie noch aufgehalten werden? Und welche ethische Problematik entsteht, wenn Roboter entscheiden können, Menschen zu töten?

Referentin:

Ulrike Esther Franke

geb. 1987. Studium der Internationalen Beziehungen und Politikwissenschaften an Sciences Po Paris, der Universität St. Gallen und der Oxford University. Sie forscht zu unbemannten Flugzeugen (Drohnen), autonomen Waffensystemen und dem Einfluss neuer Technologien auf die Kriegsführung an der Universität Oxford und am European Council on Foreign Relations (ECFR) in London. Sie war Teil der Forschungsgruppe des UN Special Rapporteur Ben Emmerson, die einen Forschungsreport zu gezielten Tötungen mit Drohnen für die Vereinten Nationen erarbeitete.

30. April 2018
18:00 Uhr

Politische Akademie der SDS
Europaallee 18
66113 Saarbrücken

Vortrag

Dr. Verena Paul
Telefon: 0681 - 906 26 - 24