Exkursion Stadtrundfahrt: Auf den Spuren der Naziherrschaft in Saarbrücken

in Kooperation mit der VHS Regionalverband Saarbrücken

An verschiedenen historischen Schauplätzen (vom heutigen Staats- und damaligen Gautheater bis hin zum ehemaligen Gestapo-Gefängnis auf der Neuen Bremm), wird den Erinnerungen jüdischer Saarländer/innen nachgespürt. Dabei wird gezeigt, wie die Mehrheit der Saargebietsbewohner sich freudig Hitlers Herrschaft unterstellte, und wie dies schon vor der Rückgliederung 1935 Schüler/innen und Lehrer/innen zu Übergriffen gegen jüdische Kinder veranlasste. Auf dem alten Friedhof St. Johann wird am Grab Willi Grafs der Widerstand gewürdigt und an den unweit davon entfernt gelegenen Zwangsarbeitergräbern steht Hermann Röchling im Zentrum, dessen Rolle es im völkermörderischen Vernichtungskrieg zu erörtern und zu diskutieren gilt. Beim ehemaligen Gestapo-Lager Neue Bremm wird die Entwicklung gewöhnlicher Menschen zu Folterern und Mördern thematisiert. Zugleich wird aber auch an jene erinnert, die sich entzogen. Am Ort der früheren Synagoge und auf dem Schlossplatz werden die Verfolgung und Ermordung jüdischer Saarländer erläutert. Auf dem Weg durch Saarbrücken – das selbst zum Mahnmal avanciert – entsteht ein dichtes Bild der Gesellschaft unter Hitlers Herrschaft, der Verführungskraft autoritärer und aggressiver Politik und der gesellschaftlich erzeugten Anpassungsbereitschaft der Menschen.

 

Kosten:

150 € pro Gruppe

Bei Erwachsenengruppen kommt der Eintrittspreis in das Museum mit 2 € / Person vor Ort hinzu.

Da das Historische Museum montags geschlossen ist, kann die Gestapo-Zelle an diesem Tag nicht besichtigt werden.

Termin bitte im Anmeldeformular wählen.

Abfahrtsort bitte im Anmeldeformular wählen.

Monika Petry

Telefon: 0681 - 906 26 - 13

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