Studienfahrt Ausgebucht! Fahrt ins ehemalige KZ Natzweiler-Struthof

Leider können wir keine Anmeldungen mehr entgegen nehmen, da auch Warteliste inzwischen sehr lang ist.

 

Am 1. Mai 1941 begann der Bau des Konzentrationslagers Natzweiler-Struthof in den Vogesen, Mitte Mai wurden die ersten Gefangenen aus Sachsenhausen eingeliefert. Sie hatten die Aufgabe, den seltenen roten Granit, der in der Nähe gefunden worden war, abzubauen.

Das Lager war für 4000 Gefangene geplant, zum Schluss wurden dort 6000 festgehalten. Vierzig Prozent von ihnen – fast 22000 – überlebten nicht. Die unmenschlichen Lebens- und Arbeitsbedingungen, Entkräftung, Kälte und Mangelernährung kosteten sie das Leben, viele wurden auch direkt ermordet.

Bei den Gefangenen handelte es sich um Deportierte aus ganz Europa, die meisten kamen jedoch aus Polen, der Sowjetunion und aus Frankreich. Sechzig Prozent waren politische Gefangene, elf Prozent waren aus „rassistischen“ Gründen inhaftiert.

Mit unserer Exkursion zeigen wir, wie das nationalsozialistische System funktionierte, und dass die KZs ein wichtiger Bestandteil des Systems waren. Bereits während der Anreise werden wir uns damit beschäftigen, wie die Außerkraftsetzung der Menschen- und Bürgerrechte sowie die Verfolgung politischer GegnerInnen die Grundlage bildeten für den gesamten NS-Terror, angefangen von der Verfolgung jener, die vom Ideal der „Volksgemeinschaft“ abwichen, über den Holocaust bis hin zum Zweiten Weltkrieg.


Ablauf:

•    09:30 - 12:00 Uhr Fahrt zum KZ Natzweiler mit einer Pause an der Raststätte Saverne

•    12:00 - 15:45 Uhr Besuch des Konzentrationslagers

•    15:45 - 16:15 Uhr Besichtigung der Gaskammer (sofern sie geöffnet ist)

•    16:15 - 18:45 Uhr Rückfahrt

 

Die Teilnahme ist kostenlos.

Eine schriftliche Anmeldung unter Angabe der privaten Anschrift ist erforderlich. Den genauen Abfahrtsort erhalten Sie mit der Teilnahmebestätigung.


Ameldefrist:

Anmeldungen werden bis zum 26. Februar entgegengenommen.

 

Eingang Natzweiler-Struthof


09:30 Uhr - 18:45 Uhr

Carmen Oschmann

Telefon: 0681 - 906 26 - 21

Referentin:

Dr. Verena Paul

2002-2008 Studium der Neueren deutschen Literaturwissenschaft, Kunstgeschichte und Neueren Geschichte an der Universität des Saarlandes und der Universität Hamburg. 2012 Promotion. 2016 Abschluss Fernstudium Public Relations an der Freien Journalistenschule Berlin. Seit 2015 Studienleiterin der Stiftung Demokratie Saarland.