Grenz-Fall. Das Saarland zwischen Frankreich und Deutschland 1945-1960

Rainer Hudemann / Burkhard Jellonek / Bernd Rauls (Hrsg.)

unter Mitarbeit von Marcus Hahn

 

Schriftenreihe

Geschichte, Politik und Gesellschaft

Band 1

 

468 Seiten, Broschur

ISBN 978-3861101369

Im Jahr 1997, da die saarländische Verfassung 50 Jahre alt wird und der Beitritt des Saarlandes zur Bundesrepublik Deutschland sich zum 40. Male jährt, bilanziert der Band die Erträge der jüngeren Forschung, die nicht zuletzt durch die Öffnung deutscher und französischer, britischer und amerikanischer Archive kräftige Impulse bekommen hat. Nachgezeichnet und neu bewertet wird aus politischer, wirtschaftlicher und kultureller Sicht jener hart umkämpfte Sonderweg des Saarlandes in der Nachkriegszeit. Die Frage, ob eine Wirtschaftsunion mit Frankreich, die Pionierrolle unter einem europäischen Statut oder die Rückgliederung an die Bundesrepublik zu bevorzugen sei, spaltete die damaligen Parteien wie die Bevölkerung an der Saar. Nicht nur die alten Trennungslinien wirken bis heute fort. Die internationalen Brückenfunktionen, die sich aus den Nachkriegskonflikten langfristig ergaben, prägen seitdem die Identität des Saarlandes und sind eine Grundlage seiner Eigenständigkeit.