Welche Bildung braucht die Demokratie?

Wie sollte eine Bildung konzipiert sein, die gleichermaßen eine des Menschen und eine des Bürgers ist? Wie steht es um Bildung angesichts aktueller Herausforderungen von Globalisierung, Digitalisierung und zunehmender autoritärer Tendenzen? Dass Demokratie der Bildung bedarf, daran besteht kein Zweifel. Denn moderne demokratische Gesellschaften und ihre Institutionen legitimieren und reproduzieren sich dadurch, dass sie für eine in die Breite und Tiefe gehende Bildung und Ausbildung ihrer Bürger sorgen. Damit soll die Bestimmung des Einzelnen nicht mehr an Stand und Herkunft geknüpft werden. Bildung selbst wird dann zum Ermöglichungsgrund der Selbstbestimmung: „Bildung für alle“ ist demnach in das Stammbuch aller Demokratien eingeschrieben, wollen diese sich als eine Gesellschaft potentiell freier, gleicher und solidarischer Menschen verstehen. Das Seminar beschäftigt sich mit der Geschichte des Bildungsbegriffs und diskutiert ihn im Kontext konkreter Wandlungen heutiger demokratischer Gesellschaften.

Inhalte:

  • Zur Geschichte des Bildungsbegriffs: Antike, Renaissance, Neuzeit
  • Philanthropische und neuhumanistische Bildungskonzeptionen
  • Globalisierung, Digitalisierung, Autoritarismus: Herausforderungen für Bildung
  • Welche Bildung für welche Demokratie?

Referent:

Dr. phil. Marcus Erben

(geb. 1980). Studium der Pädagogik, Neueren dt. Literaturwissenschaft und Dt. Sprachwissenschaft an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg. Promotion im Bereich Geschichte der Pädagogik und ihre Methodologie an der Leuphana Universität Lüneburg. Tätigkeiten als DaF-Dozent, Lehrbeauftragter sowie in der Kinder- und Jugendhilfe.

26. Mai 2018
09:00 Uhr bis
17:00 Uhr

Politische Akademie der SDS
Europaallee 18
66113 Saarbrücken

Seminar

Elena Steinmetz
Telefon: 0681 - 906 26 - 11