Seminar Der Nahost-Konflikt

und seine Auswirkungen auf Europa

Im Januar 2015 betonte der französische Schriftsteller Michel Houellebecq in einem Interview mit der Zeitung Die Zeit, dass der Nahost-Konflikt „eine Art Abszess“ sei, der „dauernden Hass“ in Frankreich und Europa schüre: „Jedes Mal, wenn sich dieser Konflikt verschärft, spürt man das in Frankreich sofort.“ In der österreichischen Zeitung Die Presse ergänzte der Schriftsteller: „Wenn der Palästina-Konflikt erst einmal gelöst ist, werden sich die drei großen Religionen arrangieren.“

Diese Thesen des französischen Schriftstellers werden im Rahmen des Seminars ausführlich diskutiert. Zunächst werden die Geschichte des Nahost-Konflikts und die Rolle Deutschlands sowie der EU behandelt. Anschließend wird auf die europäische Rezeption des Nahost-Konflikts, auf die Boykott-Bewegung gegen Israel (BDS) und auf palästinensische Flüchtlinge in Europa eingegangen.

Der in Europa verbreitete Antizionismus und der Einfluss des Nahost-Konflikts auf den Antisemitismus in der EU sind weitere zentrale Schwerpunkte der Veranstaltung.


Inhalte:

•    Nahost-Konflikt: Geschichte und Gegenwart

•    Die EU und der Nahost-Konflikt

•    Die BDS-Bewegung in Deutschland und in Europa. Palästinenser in Europa

•    Antizionismus und Antisemitismus in Deutschland und in Europa


09:00 Uhr - 17:00 Uhr

Politische Akademie

Europaallee 18

66113 Saarbrücken

Monika Petry

Telefon: 0681 - 906 26 - 13

Referent:

Dr. Alexander Friedman

geb. 1979 in Minsk. Studium der Geschichte an der Staatsuniversität Weißrusslands (Diplom) sowie Neuere und Neueste Geschichte, Philosophie und Deutsch als Fremdsprache an der Universität des Saarlandes (Magister), 2009 Promotion ebenda.
War wärend des Studiums in Minsk Leiter der Abteilung Geschichte am College Aish haTorah, Redakteur bei der Zeitung Berega und Tutor des Kurses Geschichte der Juden in Osteuropa an der Open University of Israel.
Ab 2009 Lehraufträge bzw. Mitarbeit in Forschungsprojekten und an Dokumentationen u.a. an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg, der Universität des Saarlandes, der saarländischen Landezentrale für politische Bildung, von Yad Vashem, der Universität Sciences Po Paris in Nancy, der Universität Luxemburg, der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung NRW in Duisburg, des LVR-Instituts für Landeskunde und Regionalgeschichte in Bonn sowie von Yad Vashem.

Dr. Alexander Friedman