Seminar - ausgebucht Die Politik, die Gesellschaft und ich.

Annäherungen an das eigene Ich in fremden und eigenen autobiografischen Texten

Auf die Frage, ob er an die menschliche Willensfreiheit glaube, soll Issac Bashevis Singer ironisch geantwortet haben, „Ich muss – ich habe keine Wahl.“
Wie frei bin ich? Habe ich mein Leben gelebt oder hat mich das Leben gelebt? Wie ist mein Leben verlaufen? Wie hätte es verlaufen können, wenn …? Welchen Determinierungen war ich in meinem Leben ausgesetzt?
In diesem Seminar werden wir unser Ich, unser Leben unter ganz vielen verschiedenen Aspekten (biologischen, psychologischen, soziologischen, philosophischen oder theologischen) betrachten.
Besonderes Augenmerk legen wir auf die gesellschaftspolitische Zeit, die unser Leben geprägt hat. Dazu analysieren wir Auszüge aus Annie Ernaux: „Der Platz“, Didier Eribon: „Rückkehr nach Reims“ oder Daniel Schulz: „Wir waren Brüder“.
Wir werden individuelle Listen der für das Leben der Teilnehmenden relevanten Punkte erarbeiten, etwa Herkunft/Milieu, politische Ereignisse, Parteien, Ideologien, Gesetze oder anderes, und durch diese Anregungen einen kurzen autobiographischen Text schreiben.

Inhalte:

  • Unser Ich in vielen verschiedenen Aspekten betrachten.
  • Analyse aus Auszügen verschiedener Literaturbeispiele
  • Schreiben eines autobiographischen Textes


09:00 Uhr - 17:00 Uhr

Politische Akademie der SDS

Europaallee 18

66113 Saarbrücken

Elena Steinmetz

Telefon: 0681 - 906 26 - 11

Referentin:

Uschi Schmidt-Lenhard, M.A.

Germanistin (Literaturwissenschaft, Linguistik, Soziologie und Kunstgeschichte), Publizistin (wissenschaftlicher) Literatur, Buchrezensionen, Filme, Hörfunk-Features, Vorsitzende der Wolfgang-Staudte Gesellschaft. Seit 2008 ist sie Dozentin für Autobiografie an VHS und Universität.