Fake und Wahrheit im Diskurs der „neuen Rechten“

Die Zeiten sind vorbei, als rechtsextreme Gruppen ihre Identität durch bestimmte Outfits und Marken, den Hitlergruß oder die Verleugnung des Holocausts zum Ausdruck brachten. Da sie sich heute in der Mitte der Gesellschaft etablieren wollen, bedienen sie sich eher subtiler Ausdrucksformen voller Anspielungen und doppelsinniger Bedeutungen. „Die Deutschen vor der Umvolkung zu schützen“, „Das Meinungskartell der Altparteien“ oder „das totalitäre linksglobalisierte Regime“ sind nur einige der Ausdrucksformen, mit denen versucht wird, einen aggressiven Angstdiskurs salonfähig zu machen. Die Beschäftigung mit solchen Aussagen soll in diesem Seminar die verborgene Realität des politischen, rechtsextremen Diskurses näherbringen – ein zentrales Anliegen, welches angesichts aktueller politischer Debatten von besonderer Bedeutung ist.

Die Auseinandersetzung mit aktuellen gesellschaftspolitischen und ökonomischen Aspekten, die das Aufkommen und die Entwicklung der „neuen Rechten“ begünstigt haben, werden dabei wichtige Inhalte des Seminars sein, ebenso die Frage nach der Bedeutung von psychosozialen und ideologischen Aspekten für neu-rechtes politisches Handeln, z.B. Diskurse von Angst und Entwertung, Nation und Nationalismus, Reinheit und Ausgrenzung.

Inhalte:

  • Verborgene Realität des politischen rechtsextremen Diskurses
  • Auseinandersetzung mit aktuellen gesellschaftspolitischen und ökonomischen Aspekten
  • Bedeutung von psychosozialen und ideologischen Aspekten für neu-rechtes politisches Handeln


09:00 Uhr - 16:30 Uhr

Politische Akademie der SDS

Europaallee 18

66113 Saarbrücken

Carmen Oschmann

Telefon: 0681 - 906 26 - 21

Referent:

Dr. Ferdinand Espinoza

Abitur im Dezember 1969 in Talca, Chile. Studium an der Fakultät für Sozialarbeit der Katholischen Universität von Santiago, Chile, von 1970 bis 1973, daran anschließend von 1974 - 1978 Magisterstudium und von 1979 - 1983 Promotion am Institut für Soziologie der Universität Münster. Von 1993 - 1997 erfolgte eine Weiterbildung als Gruppenanalytiker am Institut für Gruppenanalyse in Heidelberg und von 2000 - 2001 eine Ausbildung als gruppenanalytischer Supervisor. Dozententätigkeiten an der Universität Münster und an der Universität des Saarlandes, von 1992 - 2016 Mitarbeiter der Psychosoziale Beratungsstelle für Junge Menschen in Saarbrücken und seit 2017 Mitarbeiter von IANUA. Suchtberatung, Suchtrehabilitation und Prävention im Saarland.