Seminar Gegen die Zerstörung der Demokratie

Zuhören – Verstehen – Schweigen – Antworten

Frau Merkel konnte in den USA offiziell zur Wahrheit aufrufen. Ein englischer Premier macht keinen Hehl daraus, dass er den Brexit durch Lügen unterstützt hat. In Staaten Europas werden wieder demagogische PopulistInnen gewählt. Dagegen hilft nicht mehr allein politisch-inhaltliche Aufklärung. Denn es geht um die Gesprächsführung, um die Kultur im Face-to-Face-Gespräch. Drei Dinge greifen diese Kultur massiv an: Die Demagogie, die elektronisch gestützte Kommunikation und das Cloud-Wissen in fremder Hand. Deshalb bieten wir mit dem Seminar die Möglichkeit zum direkten Gespräch, Zuhören, Verstehen, Schweigen und Antworten. Denn es wird immer deutlicher, wie gravierend die Informationstechnik das Gesprächsverhalten und die politische Meinungsbildung verändert und warum PopulistInnen die politische Kommunikation bestimmen können. Einerseits gibt es eine nie dagewesene Freiheit und Beweglichkeit, andererseits ist da unbemerkte Abhängigkeit und entlastende Manipulation. Es gibt ein neues Herrschaftswissen, ein „tacit knowledge“, das im Hintergrund unsere Wege standardisiert, lenkt und leitet. All dies braucht ein Gegengewicht darin, dass nicht nur geredet, sondern miteinander gesprochen wird. OFFLINE! Wir gehen im Seminar einen Weg, der keine TeilnehmerInnen unberührt bzw. unverändert lässt. Wir tauchen schrittweise  in einen Anlass ein, konfrontieren, schauen genau hin, machen Bildbeschreibungen („So ist es“) und hinterfragen Symptome („Warum?“), urteilen („Was passiert, wenn nichts passiert?“), entscheiden und spüren nach, ob sich auf unserem Entdeckungsweg neue Energie und Initiative zur Rettung des demokratischen Gespräches entwickelt hat.

Inhalte:

  • politische Kommunikation
  • Gesellschaftskritik
  • hinterfragen der digitalisierten Welt


09:00 Uhr - 17:00 Uhr

Politische Akademie der SDS

Europaallee 18

66113 Saarbrücken

Elena Steinmetz

Telefon: 0681 - 906 26 - 11

Referent:

Thorsten Hartmann

geb. 1942 in Bad Tölz. Sein Motto war immer, das weiterzugeben, was er in der (Waldorf-)Schule selbst erlebt hatte: Nicht nur Wissen und Können für das anzuhäufen, was besteht, sondern Veranlagungen zu entwickeln, um den unterschiedlichsten Lebensgebieten immer neue Kräfte zuzuführen, sei es als Betriebswirt und Organisationsentwickler, Geschäftsführer und Dozent für politische Bildung (FES und SDS), beim Aufbau einer Waldorfschule oder der Mitwirkung am TKM-Gesamtschulprojekt im Saarland. Seit 1989 selbstständig als Begleiter von Profit- und Nonprofit-Organisationen im In- und Ausland. Buch 2015: „Das Gespräch. Auslöser von Wandlung und Innovation“.