Seminar Hannah Arendt und Walter Benjamin

Begegnung zweier Exilanten

„Juden sterben in Europa und man verscharrt sie wie Hunde“, schreibt Hannah Arendt in einem Brief an Gershom Scholem, in dem sie ihm den Tod des gemeinsamen Freundes Walter Benjamin mitteilt. Dieser hatte sich am 26. September 1940 an der französisch-spanischen Grenze das Leben genommen. Flüchtige Berührungspunkte zwischen Arendt und Benjamin gab es bereits in Deutschland, aber erst im französischen Exil entstand eine ebenso intellektuell fruchtbare wie menschlich tiefe Verbundenheit. Um diese besondere Freundschaft in „finsterer Zeit“ wird es im Seminar gehen.
Wir werden uns mit den Viten der beiden vor den Nationalsozialisten geflohenen jüdischen Intellektuellen beschäftigen und ihren Exilerfahrungen ebenso nachspüren wie ihren geistigen Verbindungslinien. Zugang hierzu bieten der rege Briefwechsel, Texte und Notizen Arendts sowie Schriften Benjamins, die im Werk der politischen Denkerin Niederschlag gefunden haben. Neben den Briefen und Arendts Aufsatz „Walter Benjamin 1892-1940“ werden Auszüge aus Benjamins Werken Grundlage für unser gemeinsames Nachdenken und Diskutieren bilden.

Inhalte:

  • Wer waren Hannah Arendt (1906-1975) und Walter Benjamin (1892-1940)? Annäherung an beider Leben und Werk
  • Hannah Arendt im Dialog mit Walter Benjamin. Der Briefwechsel
  • Benjamins Bedeutung für die politische Denkerin


09:00 Uhr - 16:30 Uhr

Politische Akademie der SDS

Europaallee 18

66113 Saarbrücken

Elena Steinmetz

Telefon: 0681 - 906 26 - 11

Referentin:

Dr. Verena Paul

2002-2008 Studium der Neueren deutschen Literaturwissenschaft, Kunstgeschichte und Neueren Geschichte an der Universität des Saarlandes und der Universität Hamburg. 2012 Promotion. 2016 Abschluss Fernstudium Public Relations an der Freien Journalistenschule Berlin. Seit 2015 Studienleiterin der Stiftung Demokratie Saarland.