Seminar Tschernobyl 1986: Die Katastrophe und ihre Rezeption

Die weltweit beachtete fünfteilige US-amerikanisch-britische Fernsehserie „Tschernobyl“ (2019) machte die internationale Öffentlichkeit auf die Reaktorkatastrophe in der ukrainischen Stadt Tschernobyl am 26. April 1986 aufmerksam und befeuerte eine Diskussion über die Zukunft der Atomenergie in Europa. In dieser Veranstaltung wird zunächst die Entwicklung der Atomenergie in den USA, in Europa und vor allem in der Sowjetunion sowie im postsowjetischen Raum zusammenfassend dargestellt. Die Reaktorexplosion in Tschernobyl, der sowjetische Umgang mit der Katastrophe, deren verheerende Folgen und politische Instrumentalisierung stehen im Mittelpunkt der Veranstaltung. Die Rezeption der Nuklearkatastrophe in der Bundesrepublik, in der DDR, in der Saar-Lor-Lux-Großregion und in Europa (etwa in Frankreich) sowie das Phänomen des „Tschernobyl-Tourismus“ werden beleuchtet.

Inhalte:

  • Atomenergie in den USA, in Europa, in der UdSSR und postsowjetischen Raum
  • Reaktorexplosion in Tschernobyl am 26. April 1986 und deren Folgen
  • Rezeption der Katastrophe in Deutschland und in Europa
  • „Tschernobyl-Tourismus"


09:00 Uhr - 16:30 Uhr

Politische Akademie der SDS

Europaallee 18

66113 Saarbrücken

Carmen Oschmann

Telefon: 0681 - 906 26 - 21

Referent:

Dr. Alexander Friedman

geb. 1979 in Minsk. Studium der Geschichte an der Staatsuniversität Weißrusslands (Diplom) sowie Neuere und Neueste Geschichte, Philosophie und Deutsch als Fremdsprache an der Universität des Saarlandes (Magister), 2009 Promotion ebenda. War während des Studiums in Minsk Leiter der Abteilung Geschichte am College Aish haTorah, Redakteur bei der Zeitung Berega und Tutor des Kurses „Geschichte der Juden in Osteuropa“ an der Open University of Israel.

Ab 2009 Lehraufträge bzw. Mitarbeit in Forschungsprojekten und an Dokumentationen u.a. an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg, der Universität des Saarlandes, der Universität Sciences Po Paris in Nancy, der Universität Luxemburg, der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung NRW (Duisburg), des LVR-Instituts für Landeskunde und Regionalgeschichte (Bonn) sowie von Yad Vashem.