Ukraine nach dem Euromaidan (2014 bis 2020)

Der ukrainische Euromaidan 2013/14 ist das zentrale Ereignis der ukrainischen Zeitgeschichte. Er gehört zu den wichtigsten Ereignissen in Europa nach dem Zusammenbruch des Kommunismus und markiert den Wendepunkt in der Geschichte der Beziehungen zwischen Russland und dem Westen. Der Euromaidan wird in der Ukraine und im Ausland unterschiedlich eingeschätzt: Diese Bürgerproteste gelten in der Ukraine offiziell als die „Revolution der Würde“ und als „quälende Geburt der ukrainischen Nation“, gegen die Putins Russland 2014 einen „heimtückischen Hybridkrieg“ angezettelt habe. In Russland wird der Euromaidan hingegen als „großes Übel“, als ein vom Westen (in erster Linie von den USA) organisierter „Staatstreich“ dargestellt, der die Ukraine von der Russischen Föderation habe trennen sollen. In dieser Veranstaltung werden zunächst der Euromaidan und dessen Rezeption in der Ukraine, in Russland und im Westen, die russische Krim-Annexion (2014) und der anschließende Krieg im Osten der Ukraine thematisiert. Die innen- und außenpolitische Entwicklung der Ukraine unter Petro Poroschenko (2014 bis 2019) und Wolodymyr Selenskyj (seit 2019) sowie der Einfluss der Ukraine- Frage auf die Beziehungen zwischen Russland und dem Westen stehen im Mittelpunkt der Veranstaltung.

Inhalte:

  • Euromaidan (2013/14)
  • Russische Krim-Annexion (2014) und der Krieg im Osten der Ukraine (seit 2014)
  • Ukraine unter Petro Poroschenko
  • Ukraine unter Wolodymyr Selenskyj
  • Russland, der Westen und die Ukraine-Frage


09:00 Uhr - 16:30 Uhr

Politische Akademie der SDS

Europaallee 18

66113 Saarbrücken

Carmen Oschmann

Telefon: 0681 - 906 26 - 21

Referent:

Dr. Alexander Friedman

geb. 1979 in Minsk. Studium der Geschichte an der Staatsuniversität Weißrusslands (Diplom) sowie Neuere und Neueste Geschichte, Philosophie und Deutsch als Fremdsprache an der Universität des Saarlandes (Magister), 2009 Promotion ebenda. War während des Studiums in Minsk Leiter der Abteilung Geschichte am College Aish haTorah, Redakteur bei der Zeitung Berega und Tutor des Kurses „Geschichte der Juden in Osteuropa“ an der Open University of Israel.

Ab 2009 Lehraufträge bzw. Mitarbeit in Forschungsprojekten und an Dokumentationen u.a. an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg, der Universität des Saarlandes, der Universität Sciences Po Paris in Nancy, der Universität Luxemburg, der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung NRW (Duisburg), des LVR-Instituts für Landeskunde und Regionalgeschichte (Bonn) sowie von Yad Vashem.