Seminar „Feigheit macht jede Staatsform zur Diktatur“ – Wolfgang Staudte, ein politischer Regisseur in Deutschland

Wolfgang Staudte, 1906 in Saarbrücken, Mainzerstraße 11 geboren, gehörte zu den berühmtesten deutschen Nachkriegsfilmregisseuren. Er war durch seine Erlebnisse in der Nazi-Herrschaft und des Zweiten Weltkrieges das geworden, was er nie beabsichtigte, ein politisch umstrittener Regisseur.

Aus Feigheit schuldig geworden fühlte sich Staudte, weil er als Komparse in dem Propagandafilm „Jud Süß“ mitgewirkt hatte. Nach dem Krieg entwickelte er aus Dankbarkeit, dieses Terror-Regime überlebt zu haben, das Versprechen, in seinen Filmen fortan politische Verantwortung zu übernehmen. 

Im Seminar konzentrieren wir uns in Filmausschnitten und Selbstaussagen Staudtes auf  sechs Filme: Die erste Trilogie, die bei der ostdeutschen DEFA entstanden ist, umfasst Die Mörder sind unter uns (1946), Rotation (1948) und Der Untertan (1951). Die zweite Trilogie bilden die westdeutschen Filme Rosen für den Staatsanwalt (1959), Kirmes (1960) und Herrenpartie (1963).



Inhalte:

  • Schuld des Einzelnen im Krieg und das Postulat des Pazifismus
  • Ursachen von Krieg und dem Erstarken von Nazismus und Totalitarismus
  • Schweigen und Mitläufertum versus Übernahme von politischer Verantwortung


09:00 Uhr - 16:30 Uhr

Politische Akademie der SDS

Europaallee 18

66113 Saarbrücken

Elena Steinmetz

Telefon: 0681 - 906 26 - 11

Referentin:

Uschi Schmidt Lenhard

Germanistin (Literaturwissenschaft, Linguistik, Soziologie und Kunstgeschichte), Publizistin (wissenschaftlicher) Literatur, Buchrezensionen, Filme, Hörfunk-Features, Dozentin und Vorsitzende der Wolfgang Staudte Gesellschaft

 

Im Rahmen der Wolfgang Staudte-Woche