Seminar Hannah Arendt und die jüdischen Denker und Dichter: Franz Kafka – Hermann Broch – Walter Benjamin

Literatur, vor allem aber Lyrik, hat die Philosophin und politische Denkerin Hannah Arendt zeitlebens begleitet. Poetische Sprachbilder oder Zeilen aus Gedichten wurden in ihre Essays und Abhandlungen eingebunden. Diese Denkimpulse bereicherten die Arendtschen Texte um Assoziationsräume und jenen markanten freiheitlichen Ton.

Im Seminar werden wir uns auf die drei jüdischen Denker und Dichter des Traditionsbruchs Franz Kafka (1883-1924), Hermann Broch (1886-1954) und Walter Benjamin (1892-1940) konzentrieren, die Hannah Arendt in ihren Essays der unmittelbaren Nachkriegszeit durch Zitate eng miteinander verwoben hat. So begegnen sich bei Arendt der Dichter, der in seiner Prosa „dem Lauf der Dinge zu entspringen“ versuchte (Kafka), der „Dichter wider Willen“ (Broch) und der „dichterische Denker“ (Benjamin). Was Hannah Arendt dabei interessierte? Alle drei verliehen angesichts den sich häufenden Katastrophen ihrer Zeit „den ungeheuerlichen Verschiebungen in allen Verhältnissen stärksten Ausdruck“ (Brecht) und imaginierten eine Gegenwart, in der die Zeit entsteht, sogleich aber zum Stillstand kommt.

Inhalte:

  • Kurzvorstellung Kafka, Broch, Benjamin
  • Vorstellung verschiedener Essays und Abhandlungen Hannah Arendts über Kafka, Broch und Benjamin
  • Bedeutung der drei jüdischen Denker und Dichter für Hannah Arendt


09:00 Uhr - 16:30 Uhr

Politische Akademie der SDS

Europaalle 18

66113 Saarbrücken

Elena Steinmetz

Telefon: 0681 - 906 26 - 11

Referentin:

Dr. Verena Paul

2002-2008 Studium der Neueren deutschen Literaturwissenschaft, Kunstgeschichte und Neueren Geschichte an der Universität des Saarlandes und der Universität Hamburg. 2012 Promotion in NdL.