Chinas Investitionsoffensive in Deutschland und Europa: Chance oder Bedrohung?

Unter dem Eindruck seit 2016 rasant gestiegener chinesischer Auslandsinvestitionen haben zahlreiche Staaten (u.a. USA, Deutschland) und auch die Europäische Union in jüngster Zeit ihre Investitionsregime zum Schutz einheimischer Unternehmen bzw. Technologien verschärft. Dieses Seminar untersucht die chinesischen Auslandsinvestitionen im Westen und stellt die bisherigen Schritte zur Verschärfung von Außenwirtschaftsordnungen exemplarisch dar. Davon ausgehend wird die Frage diskutiert, ob und in wieweit Offenheit oder Protektionismus die zukünftigen Investitionsbeziehungen zwischen der EU bzw. Deutschland und China bestimmen sollten.

Inhalte:

  • Die Grundlagen des chinesischen „Staatskapitalismus auf dem Sprung ins Ausland“
  • Die Grundlagen westlicher Investitionsregime
  • Die Makroperspektive: Chinas Auslandsinvestitionen im Überblick
  • Die Mikroperspektive: Fallbeispiele chinesischer Auslandsinvestitionen im Westen
  • Die Verschärfung des westlichen Investitionsschutzes: USA – EU – Deutschland im Vergleich
  • Zur Diskussion: „Die Zugbrücken hoch“ – Schutz legitimer nationaler Interessen oder Abgesang auf eine liberale Außenwirtschaftsordnung?

Referent:

Dr. Dirk Schmitt

apl. Prof. Dr. Dirk Schmidt

geb. 1968, Studium der Politikwissenschaft, neueren Geschichte, Englischen Philologie und chinesischen Sprache in Saarbrücken, Newcastle upon Tyne und Taiwan; 1995 bis 1999 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Politikwissenschaft/Arbeitsstelle für Politik Chinas und Ostasiens an der Universität des Saarlandes; seit Oktober 2013 Vertreter der Professur für Regierungslehre/Politik und Wirtschaft Chinas in Trier. Arbeitsschwerpunkte: Politische Ökonomie und Wirtschaftspolitik, Politik und Wirtschaft in China/Ostasien, Außenpolitik Chinas.

30. März 2019
09:00 Uhr bis
16:30 Uhr

Politische Akademie der SDS
Europaallee 18
66113 Saarbrücken

Seminar

Monika Petry
Telefon: 0681 - 906 26 - 13