Hannah Arendts jüdische Schriften

In ihren „Jüdischen Schriften“ setzt sich die Denkerin nicht nur mit jüdischer Identität und Geschichte seit der Aufklärung auseinander, sondern sie entwickelt in ihnen zudem ihre wichtigsten politischen Grundgedanken. Dergestalt bildet Hannah Arendts Auseinandersetzung mit zionistischer Politik, jüdischer Kulturgeschichte, Flüchtlingspolitik, Antisemitismus oder mit dem Genozid an den europäischen Juden die Basis für ihre politische Theorie. Im Seminar werden wir uns verschiedene Texte ansehen, um Entwicklungslinien nachvollziehen und Hannah Arendts perspektivische Öffnung des Themenspektrums verstehen zu können. Neben der Annäherung an Bücher wie „Rahel Varnhagen“ oder „Eichmann in Jerusalem“ soll die von Zäsuren geprägte Vita Hannah Arendts eingebunden werden.

 

Inhalte:

  • Was unterscheidet die jüdischen von den nicht-jüdischen Schriften Hannah Arendts?
  • Wie entwickelt Hannah Arendt in den jüdischen Schriften ihre politischen Leitfragen?
  • Welche Rolle spielt ihr persönliches Erleben einer der großen Bruchstellen des 20. Jahrhunderts?

 

 

Referentin:

Dr. Verena Paul

2002-2008 Studium der Neueren deutschen Literaturwissenschaft, Kunstgeschichte und Neueren Geschichte an der Universität des Saarlandes und der Universität Hamburg. 2012 Promotion in NdL.

01. Dezember 2018
09:00 Uhr bis
16:30 Uhr

Politische Akademie
Europaallee 18
66113 Saarbrücken

Seminar

Elena Steinmetz
Telefon: 0681 - 906 26 - 11