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50 Jahre Elysée-Vertrag

Nach den schrecklichen Kriegen zwischen 1870 und 1945 haben verschiedene Entwicklungen zur Normalisierung der deutsch-französischen Beziehungen beigetragen. Der Elysée-Vertrag vom 22. Januar 1963, ein anpassungsfähiger Rahmen für die Vertiefung der Zusammenarbeit, hat sich als Motor der europäischen Integration behauptet. Aber seit De Gaulle/Adenauer bis heute Hollande/Merkel haben oft wesentliche Meinungs- und Interessenunterschiede die Verständigung belastet. Neben Politikern sind auch Unternehmer und Bürger zu wichtigen Akteuren der Zusammenarbeit zwischen Frankreich und Deutschland geworden. Diese Zusammenarbeit ist unerlässlich für Europa, sie darf aber nicht exklusiv bleiben.

ReferentIn:

Prof. Dr. Henri Ménudier

Prof. Dr. Henri Ménudier

Prof. Dr. Henri Ménudier, Sorbonne

Studium der modernen Literatur, Germanistik und Politikwissenschaft in Saarbrücken, Aix-en-Provence und Paris. Tätigkeiten am Institut d’Etudes Politiques de Paris und an der Ecole Nationale d’Administration. Von 1987 bis 2010 Professor an der Sorbonne Nouvelle-Paris III und von 2005 bis 2010 Direktor des Centre Universitaire d’Asnières, Paris III. Er war Gastprofessor an deutschen Universitäten (Saarbrücken, Bonn, Stuttgart, München). Seit vielen Jahren unterrichtet er im Sommersemester am Frankreichzentrum der Freiburger Universität. Seine Schwerpunkte liegen auf der politischen Entwicklung der Bundesrepublik Deutschland und auf Fragen der deutsch-französischen Zusammenarbeit in Europa.Er war jahrelang Mitglied des Kuratoriums des deutsch-französischen Jugendwerkes und beriet viele Jahre die Informationsreisen für französische Journalisten nach Deutschland und die deutsch-französischen Treffen der Chefredakteure , die von der Robert Bosch Stiftung (Stuttgart) und vom Deutsch-Französischen Institut in Ludwigsburg durchgeführt wurden. Er gehört dem Kuratorium des Internationalen Forums Burg Liebenzell (Schwarzwald).Henri Ménudier ist der zweite Vorsitzende der Fédération des Associations Franco-Allemandes (FAFA, der französische Verband der deutsch-französischen Gesellschaften) und des Komitees zur Förderung der Deutsch-Französischen-Polnischen Zusammenarbeit e.V. (Weimarer Dreieck).

14. Januar 2013
18:00 Uhr

Haus der Stiftung Demokratie Saarland

Vortrag

Carmen Oschmann
Telefon: 0681 - 906 26 - 21

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