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Adolf Hitler

Ist über Hitler nicht schon alles gesagt? Nicht, wenn man danach fragt, wie Hitler diejenige Herrschaftsposition legitimierte, die seine Verbrechen welthistorisch so singulär machte. Hitler war eben nicht nur ideologischer Antreiber der Judenvernichtung; er war nicht nur unumschränkter Diktator – er hatte auch die operative Kriegsführung in seiner Hand. Im Unterschied zu seinen Gegenspielern Churchill, Roosevelt und auch Stalin vereinigte Hitler unumschränkte politische wie unbegrenzte militärische Herrschaft. Der Vortrag beantwortet die Frage, wie Hitler diese einzigartige Herrschaftskonzentration legitimierte. Er taucht dazu ein in die ästhetische Vorstellungswelt, aus der sich Hitler dabei bediente; und er begleitet die militärischen Entscheidungen in dem von Hitler entfesselten Weltkrieg.

Referent:

Prof. Dr. Wolfram Pyta

Prof. Dr. Wolfram Pyta

, geb. 1960 in Dortmund, ist seit April 1999 Leiter der Abteilung für Neuere Geschichte am Historischen Institut der Universität Stuttgart und seit 2001 Direktor der Forschungsstelle Ludwigsburg zur NS-Verbrechensgeschichte. Seine derzeitigen Forschungsaktivitäten decken den Zeitraum vom frühen 19. Jahrhundert bis zur aktuellen Zeitgeschichte ab. In methodischer Hinsicht zielen die Forschungsschwerpunkte darauf ab, Politik- und Kulturgeschichte systematisch zu verbinden, um auf diese Weise die Transformation kulturell-symbolischen Kapitals in politisches Entscheidungshandeln in den Blick zu nehmen. Diese Verknüpfung von Herrschaftsanspruch und symbolischen Repräsentationsleistungen ist auch Gegenstand einer Studie über die Herrschaft Hindenburgs von 1914 bis 1934, die im September 2007 als Monographie erschienen ist und für die er 2009 den Landesforschungspreis für Grundlagenforschung des Landes Baden-Württemberg erhielt.

22. Mai 2017
18:00 Uhr

Politische Akademie der SDS
Europaallee 18
66113 Saarbrücken

Vortrag

Elena Steinmetz
Telefon: 0681 - 906 26 - 11

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