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Adolf Hitlers Hetzschrift »Mein Kampf«

Ein Beitrag zur Mentalitätsgeschichte des Nationalsozialismus

2015 wird der Freistaat Bayern die bisher alleine bei ihm liegenden Rechte an der Publikation von Adolf Hitlers »Mein Kampf« verlieren. Der Publizist Hermann Glaser schaltet sich vehement in die dadurch hochbordende Debatte ein, indem er die Hetzschrift zum Gegenstand seiner Untersuchung macht. Er zeigt, dass Hitler und seine dort vertretene Ideologie in einer weit ins 19. Jahrhundert zurückreichenden fatalen Tradition stehen. Warum aus dem Bildungsbürger der Untertan und dann der »Volksgenosse« mit abgründiger Spießermentalität wurden, wird dokumentiert. Glaser belegt, dass »Hitlerismus« bereits vor Hitler existent war. Führer und Volk fanden sich, wobei jede Moral und Menschlichkeit auf der Strecke blieb und es am Ende zu einem die Menschheit erschütternden Zivilisationsbruch kam. Ein Beitrag zur bislang vernachlässigten Mentalitätsgeschichte des Nationalsozialismus – aktuell und wichtig wie nie zuvor.

ReferentIn:

Prof. Dr. Hermann Glaser

Prof. Dr. Hermann Glaser

Prof. Dr. Hermann Glaser

geb. 1928 in Nürnberg. Studium der Germanistik, Anglistik, Geschichte und Philosophie in Erlangen und Bristol 1947 bis 1952; Promotion 1952; Lehramtsexamen und Eintritt in den Schuldienst. Von 1964 bis 1990 Schul- und Kulturdezernent der Stadt Nürnberg. Autor zahlreicher Bücher und Aufsätze zu pädagogischen, sozialwissenschaftlichen, kulturgeschichtlichen und kulturpolitischen Themen. Bis 1990 Vorsitzender des Kulturausschusses des Deutschen Städtetags. Mitglied des PEN, Honorarprofessor an der TU Berlin.Glaser wurde mit dem Waldemar-von-Knoeringen-Preis, dem Schubart-Preis, dem Großen Kulturpreis der Stadt Nürnberg sowie dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet.

10. November 2014
18:00 Uhr

Haus der Stiftung Demokratie Saarland

Vortrag

Carmen Oschmann
Telefon: 0681 - 906 26 - 21

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