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BdM Reloaded? Mädchen, Frauen und der aktuelle Rechtsextremismus

Rechtsextremismus gilt weithin als eine Männerdomäne. Auch wenn ein deutlicher maskuliner Überhang sowohl bei den Wählerstimmen, Mitgliederzahlen und Funktionären rechtsextremer Parteien und Szenen als auch bei den Straftaten mit rechtsextremer Kontur zu verzeichnen ist, so sind doch der Anteil und die Funktion von Frauen bzw. Mädchen innerhalb und im Umfeld der Szene und der extrem rechten Orientierungszusammenhänge nicht zu unterschätzen. Dieser Umstand wirft Fragen auf: Inwieweit und warum sind rechtsextreme Einstellungen für Angehörige des weiblichen Geschlechts attraktiv? Was führt Mädchen und (junge) Frauen in die Szene? Welche Aufgaben erledigen sie dort und wie ist ihr Verhältnis zu Jungen und Männern? Gibt es für sie ein Zurück in das demokratische Spektrum und was bedingt einen Ausstieg aus der Szene?

ReferentIn:

Prof. Dr. phil. habil. Dipl.-Päd. Kurt Möller

Prof. Dr. phil. habil. Dipl.-Päd. Kurt Möller

Prof. Dr. Kurt Möller

geb. 1954. Studium der Erziehungswissenschaften, Soziologie und Germanistik in Münster und Bielefeld, Diplom in Erziehungswissenschaften 1979. Wiss. Mitarbeiter an der Universität Bielefeld von 1984-1989, Promotion zum Dr. phil. 1987. Seit 1989 Professor für Soziale Arbeit an der Hochschule Esslingen, Habilitation 1999 an der Fakultät für Pädagogik der Universität Bielefeld, Privatdozent dort. Weitere Berufserfahrungen als Honorarmitarbeiter bzw. hauptamtlicher pädagogischer Mitarbeiter in der Jugendarbeit und Erwachsenenbildung von 1979-1984.

Seine Lehr- und Forschungsschwerpunkte sind Gewalt- und Rechtsextremismusforschung, Jugendkulturen, männliche Sozialisation und pädagogische Jungen-/Männerarbeit, Politische Partizipation von Jugendlichen, Konzepte und Theorien der Sozialen Arbeit, Jugend- und Bildungsarbeit.

02. November 2009
18:00 Uhr

Haus der Stiftung Demokratie Saarland

Vortrag

Carmen Oschmann
Telefon: 0681 - 906 26 - 21

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