Archiv (Audio on demand)

Charismatische Herrschaft im 20. Jahrhundert

Mit dem Vernichtungskrieg gegen die osteuropäischen Staaten und der Genozid an den europäischen Juden wurde der Tiefpunkt eines „Zivilisationsbruches“ errreicht. Dieser wäre nicht möglich gewesen ohne die „charismatische Herrschaft“ Adolf Hitlers. Nach Wehlers Auffassung handelt es sich dabei aber keineswegs um einen Irrtum der Geschichte, ganz im Gegenteil: Um Hitler und die Folgen zu begreifen, braucht er "keine Schizophrenie und keinen Sadomasochismus", die nationalsozialistischen Jahre kann er durchaus in die Kontinuität der neueren deutschen Geschichte einordnen.

ReferentIn:

Prof. Dr. Hans‑Ulrich Wehler

Prof. Dr. Hans‑Ulrich Wehler

Prof. Dr. Hans&Ulrich Wehler

geb. 1931 in Freudenberg/Siegerland. Von 1952 - 1959 Studium der Geschichte und der Soziologie an den Universitäten Köln, Bonn, A­thens/Ohio, USA. Promotion 1960, Habilitation 1968, von 1968‑70 Privatdozent in Köln. 1970/71 Professor für amerikanische Geschichte an der Freien Universität Berlin, seit 1971 Professor für Allg. Geschichte des 19./20. Jahrhunderts an der Universität Bielefeld; 1996 Emeritierung. 1972 und 1989 Gastprofessor an der Harvard University, Cambridge/Mass; 1976 an der Princeton University, Princeton/N.J.; 1983/84 und 2004 an der Stanford University, Stanford/Cal.; 1987/88 an der Universität Bern und 1997 an der Yale University, New Haven/Conn.

27. April 2009
18:00 Uhr

Haus der Stiftung Demokratie Saarland

Vortrag

Carmen Oschmann
Telefon: 0681 - 906 26 - 21

 Anhören