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Das Drama der Stadt:

Die Krise der urbanen Lebensformen

Seit dem 11. Jahrhundert ist die Stadt der Motor der europäischen Geschichte als Reich der Vernunft, in dem Bürger in Abgrenzung zur Natur zu Selbstbestimmung und Freiheit finden bei der Bemühung, Konflikte auszutragen und darüber zu lernen. Vielfalt, Unberechenbarkeit und Dynamik gehörten zu ihr wie Lärm im öffentlichen Raum, der allen gleichberechtigt zur Verfügung stand. Mittlerweile verbreitet sich aber unter dem Druck eines ausufernden Sicherheitsstrebens die Angst vor der Stadt und der in ihr lauernden Gefahren. Neue Vorstellungen von Gesundheit, natürlichem Leben und Umwelt bringen das stets spannungsvolle Verhältnis von Privat und Öffentlich aus dem Gleichgewicht. Die Begriffe und Lebenserwartungen, die mit Urbanität verbunden waren, unterliegen einem rapiden Wandel. Ist das Ende der europäischen Stadt in Sicht und mit ihr der Untergang der bürgerlichen Freiheit?

Referent:

© TEUTO / teutopress GmbH

Dr. habil. Eberhard Straub

geb. 1940 in Berlin, ist habilitierter Historiker. Er arbeitete als Redakteur im Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, der Stuttgarter Zeitung und für Die Welt. Er war Pressesprecher des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft und gab dort die Zeitschrift Wirtschaft und Wissenschaft heraus. Seit 2001 lebt er in Berlin als freier Journalist und Buchautor. Zuletzt erschienen von ihm u.a.: „Zur Tyrannei der Werte“ (2010), „Wagner und Verdi. Zwei Europäer im 19. Jahrhundert“ (2013) und „Der Wiener Kongress. Das große Fest und die Neuordnung Europas“ (2014).

30. Oktober 2017
18:00 Uhr

Politische Akademie der SDS
Europaallee 18
66113 Saarbrücken

Vortrag

Dr. Verena Paul
Telefon: 0681 - 906 26 - 24

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