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Der Nahost-Konflikt

Der Nahostkonflikt ist der Dauerkonflikt, der Nahe Osten die Krisenregion schlechthin. Der Slogan der Zionisten vor dem Ersten Weltkrieg lautete: ein Land – Palästina – ohne Volk für ein Volk ohne Land. Nur: in Palästina lebten damals etwa 500.000 Araber. David Ben Gurion, Gründervater und erster Ministerpräsident Israels, meinte 1937: „Palästina ist in unseren Augen nicht das Land seiner jetzigen Bewohner. Palästina muß und soll nicht die Frage beider Völker lösen, sondern nur die Frage eines Volkes, des jüdischen Volkes.“ Das erklärt den Konflikt. Er eskalierte mit der Gründung des Staates Israel 1948 und den darauf folgenden Kriegen: 1948/49,1956,1967,1973. Eine Friedenslösung scheiterte 1995 mit der Ermordung von Yitzhak Rabin. Frieden ist nicht in Sicht. Der Vortrag geht auch auf die deutsche Nahostpolitik und den „arabischen Frühling“ ein.

ReferentIn:

Prof. em. Rolf Steininger

Prof. em. Rolf Steininger

Prof. em. Rolf Steininger

Ordentlicher Universitätsprofessor, leitete von 1984 bis zu seiner Emeritierung im Jahr 2010 das Institut für Zeitgeschichte der Universität Innsbruck und lehrt seit 2008 an der Freien Universität Bozen. Er ist Senior Fellow des Eisenhower Centers for American Studies der University of New Orleans und Jean-Monnet-Professor, war Gastprofessor an den Universitäten Tel Aviv, Queensland (Australien) und New Orleans sowie Gastwissenschaftler in Hanoi, Saigon und Kapstadt. 2010 erhielt er den Tiroler Landespreis für Wissenschaft. Veröffentlichungen zum Thema seines Vortrages: Berichte aus Israel, 13 Bände (2004); Israel und der Nahostkonflikt 1972– 1976 (2006); Der Kampf um Palästina (2007); Der Nahostkonflikt (2003, 6. Aufl. 2012).

04. November 2013
18:00 Uhr

Haus der Stiftung Demokratie Saarland

Vortrag

Carmen Oschmann
Telefon: 0681 - 906 26 - 21

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