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Der Nationalsozialismus und die "Volksgemeinschaft".

Legenden und Wirklichkeit

Mit der Formel "Volksgemeinschaft" gelang es Hitler und der

nationalsozialistischen Bewegung, die Enttäuschten und Unzufriedenen

nach dem Ersten Weltkrieg zu sammeln und zu integrieren. "Volk" und

"Gemeinschaft" galten als höchste Werte in der NS-Ideologie: Die

"Volksgemeinschaft" sollte unter Berufung auf angeblich germanische

Traditionen einer ständischen Staats- und Gesellschaftsordnung

Klassengegensätze beseitigen und die Einheit des Volkes - unter

Ausgrenzung "Artfremder" - herstellen. Tatsächlich diente der Begriff

"Volksgemeinschaft" der Rechtfertigung der Diktatur. Der Vortrag

konfrontiert den Mythos mit der Wirklichkeit.

 

Der Vortrag findet im Rahmen der Ausstellung "Das Paradies der Volksgemeinschaft"statt, die vom 31. März 2010 bis 7. Mai 2010 im Haus der Stiftung Demokratie Saarland gezeigt wird.

 

 

 

 

ReferentIn:

Prof. Wolfgang Benz

Geboren 1941, Historiker. Mitgründer und Mitherausgeber der Zeitschrift „Dachauer Hefte“. Herausgeber mehrerer Buchreihen. Seit 1990 Professor an der Technischen Universität Berlin und Leiter des Zentrums für Antisemitismus-forschung. Geschwister-Scholl-Preis 1992. Mitherausgeber der Zeitschrift für Geschichtswissenschaft. Gastprofessuren in Australien, Bolivien, Mexiko, Nordirland, Österreich. Forschungsschwerpunkte: Deutsche Geschichte im 20. Jahrhundert, Minderheitenfragen, Antisemitismus, Exil- und Migrationsforschung.

06. Mai 2010
18:00 Uhr

Stiftung Demokratie Saarland,
Bismarckstr. 99,
66121 Saarbrücken

Vortrag

Villa Lessing

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