Archiv (Audio on demand)

Der Staat und die Kinder

Versagen unsere Frühwarnsysteme?

Pflege und Erziehung der Kinder sind das natürliche Recht der Eltern und die zuvörderst ihnen obliegende Pflicht. Über die Betätigung wacht die staatliche Gemeinschaft.
So heißt es in Artikel 6, Satz 2 des Grundgesetzes und im § 1, Satz 2 das Kinder- und Jugendhilfegesetz. (KJHG).
Dies ist die Grundlage und die Verpflichtung staatlichen Handelns im Kinderschutz. Und diese Verpflichtung geht über das bloße Überwachen hinaus und fordert vom Staat sehr eindeutig, Bedingungen für den Schutz und die Entwicklung von Kindern zu schaffen. In den letzten zwei, drei Jahren sind in nahezu allen Bundesländern Kinderschutzgesetze oder Kinderförderpläne entstanden. Und das „Frühwarnsystem“, in NRW erprobt und nun in der bundesweiten Verbreitung, soll ganz früh Gefahren erkennen lassen und Hilfen gezielt und natürlich möglichst lückenlos vermitteln. Warum dieses Frühwarnsystem durch Kontrolle und staatlich verordnetes Eingreifen zu scheitern droht, darüber berichtet die Vizepräsidentin des Deutschen Kinderschutzbundes.

ReferentIn:

Marlis Herterich

Marlis Herterich

Marlis Herterich

ist Vizepräsidentin des Deutschen Kinderschutzbundes. In ihrer Heimatstadt Köln arbeitet sie zudem seit über 27 Jahren im Vorstand des DKSB-Ortsverbandes. Sie gehörte zwanzig Jahre lang dem Jugendhilfeausschuss der Stadt Köln und fünfzehn Jahre dem Rat der Stadt an. Ihren beruflichen Schwerpunkt hatte sie als langjährige stellvertretende Geschäftsführerin des AWO-Kreisverbandes Köln. Seit dem Ausscheiden aus dem aktiven Berufsleben ist sie zu ihren Wurzeln als gelernte Buchhändlerin zurückgekehrt, betreibt ein kleines Internet-Antiquariat und widmet sich mit noch mehr Zeit als vorher der Kinderschutzarbeit. Der Landesverband NRW, in dessen Vorstand sie seit vielen Jahren ist, hat das Landes-Programm „ Soziales Frühwarnsystem“ maßgeblich mit aufgebaut, ihr Ortverband hat seit mehr als zehn Jahren einen Schwerpunkt bei den Frühen Hilfen. Sie wird auf der Basis dieser Praxiserfahrung die neue politische Entwicklung zum Thema vorstellen und kritisch beleuchten.

24. August 2009
18:00 Uhr

Haus der Stiftung Demokratie Saarland

Vortrag

Carmen Oschmann
Telefon: 0681 - 906 26 - 21

 Anhören