Archiv (Audio on demand)

Deutsche Eiche made in China

Die Globalisierung am Beispiel eines deutschen Dorfes

Mitten in Europa liegt ein unbekannter Kontinent, die Welt der Dörfer. Sie galten lange als rückständig gegenüber den Städten, doch die technologische Revolution der jüngsten Zeit und die Globalisierung haben weltweit dramatische Veränderungen herbeigeführt, von denen die Dörfer besonders stark betroffen sind. Berufe gehen unter und neue kommen auf,  neue Medien bringen neue Möglichkeiten, auch die Dörfer sind heute angeschlossen an die weite Welt. Die soziale Kontrolle lockert sich, alte Moralvorstellungen haben ihre Gültigkeit verloren, der Lebensstil hat sich grundlegend gewandelt. Das Dorf als weltgeschichtliche Idee und Lebensform, die in Europa vor etwa 6.000 Jahren mit dem Übergang der Menschen vom Nomadentum zur Sesshaftigkeit in die Geschichte trat, ist an einem Wendepunkt angekommen. Ein neues Nomadentum greift um sich, und es stellt sich die Frage, ob und wie das Dorf unter den Bedingungen der Globalisierung erhalten werden kann als ein Ort besonderer Lebensqualität für Bewohner und Besucher.

in Kooperation mit der "Heinrich Böll Stiftung Saar"

ReferentIn:

Klaus Brill

Klaus Brill

Klaus Brill

geboren 1949 in Alsweiler/Saar, hat nach dem Studium der Germanistik und Romanistik seine journalistischen Lehr- und Wanderjahre in Straubing, Augsburg, Bonn, Luxemburg und London zugebracht. 1979 wurde er Reporter der Nachrichtenagentur Reuters in Frankfurt, seit 1983 ist er Redaktionsmitglied der Süddeutschen Zeitung. Für sie war er als Korrespondent in Frankfurt, Hamburg, Rom und Washington tätig, ehe er für vier Jahre in München die Leitung der Reportage-Redaktion (Seite Drei) übernahm. Seit 2005 lebt er in Prag und berichtet aus Mittel- und Osteuropa. Seit 1985 gehört er dem Verein für Heimatkunde Alsweiler an.

 

Buchveröffentlichungen:

Deutsche Eiche, made in China – Die Globalisierung am Beispiel eines deutschen Dorfes, München 2009

Die Köchin, die Pornodiva und der Papst – Römische Begegnungen, Wien 1998

Beim Papst im Zimmer brennt noch Licht – Recherchen im Vatikan, Wien 1999

Saar-Porträt, Luxemburg 1985

31. Januar 2011
18:00 Uhr

Haus der Stiftung Demokratie Saarland

Vortrag

Carmen Oschmann
Telefon: 0681 - 906 26 - 21

 Anhören